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Rollrasen – nichts leichter als das?

Ein schneller Erfolg ist mit Rollrasen quasi garantiert. Damit dieser aber auch anhält, müssen Vorbereitungen und Nachsorge optimal stimmen.

Mit Rollrasen zu arbeiten, ist teurer, als mit Rasensamenmischungen, die selbst ausgestreut werden, verspricht aber sofortige und vor allem tolle optische Ergebnisse. Deswegen verfallen viele Gartenbesitzer dem Irrglauben, mit Rollrasen auf „Nummer Sicher“ zu gehen. Schließlich ist es kinderleicht, die Bahnen zu bestellen, auszulegen und dann das schöne Grün im Garten zu genießen. Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass es mit Rollrasen eine Art Garantie für gutes Gelingen inklusive gibt – auch, wenn das schön wäre, angesichts des vergleichsweise doch höheren Preises für den Quadratmeter. Auch mit Rollrasen hat man seine Arbeit – die Vorbereitungen, die Bewässerung und danach die Rasenpflege, die sich schon bald nicht mehr von dem Aufwand unterscheidet, den man für den „normal“ gesäten Rasen betreiben muss.

Das Geländeprofil vorbereiten und ausmessen

Rollrasen wird in sauber geschnittenen Bahnen zu Hause beim Auftraggeber angeliefert. Frisch vom Aufzuchtort stammt jede Rolle des Rasens, der nun im eigenen Garten wieder anwachsen soll. Den Termin für die Lieferung muss man bei der Bestellung so legen, dass man mit allen, wirklich allen Vorbereitungen fertig ist. Erst, wenn man Werkzeug und Bewässerungsanlage – Rasensprenger oder ähnliches – vorbereitet parat stehen hat, darf der LKW mit der Ladung aufkreuzen. Bis es so weit ist, muss das Geländeprofil fertiggestellt sein, müssen Wege und Begrenzungen feststehen und am besten auch schon an Ort und Stelle sein. Keine unerwünschten Senken oder Hügel dürfen im Gelände, auf dem der Rollrasen ausgelegt wird, mehr zu finden sein – ist die Lieferung angekommen, ist es zu spät für derartige Erdbewegungen und Korrekturen in jeglicher Form.

Eine Fläche bekommt man am leichtesten eben, wenn man mehrere kleine Holzpflöckchen steckt und diese mit einer Schnur verbindet. Dann hilft eine Wasserwaage, am besten mit moderner Lasertechnik, beim Begradigen. Eine lange Latte aus Holz wird benutzt, um den aufgelockerten Boden abzuziehen. Ist dies geschehen, sollte man nicht mehr auf den Unterboden treten, es sei denn, man lindert den Druck des Körpergewichts durch Bretter. Den Boden zu diesem Zeitpunkt unkrautfrei zu bekommen, ist wichtig – auch durch den Rollrasen stoßen unerwünschte Pflanzen relativ schnell an die Oberfläche und das anfänglich schöne Ergebnis ist schnell dahin. Ein wenig Geometrie ist erforderlich, um nun die benötigte Menge an Rollrasen zu errechnen. Nicht jeder Garten ist einfach nur lang und breit – dazwischen sind Beete, Wege und andere Dinge, Stellen, für die kein Rasen gebraucht wird. Dafür muss man aber eine gewisse Menge Verschnitt mit einkalkulieren; man geht von etwa fünf Prozent der Gesamtmenge aus, die zu der errechneten Quadratmeterzahl addiert werden müssen. Gerade, wenn runde Blumenbeete oder geschwungene Wege den Garten kreuzen, ist das Errechnen des Gesamtbedarfs nicht immer einfach. Hier kann man sich aber Hilfe an verschiedenen Stellen holen – notfalls im Gartenfachbetrieb, der auch vor Ort mit Rat und Tat zur Seite steht. Bei einer beispielhaften Fläche von 50 Quadratmetern, die mit Rollrasen bedeckt werden soll, sind also 2,5 m² Verschnitt dazu zu bestellen.

Vor der Rollrasen Bestellung unbedingt die passende Sorte aussuchen!


Zwei Aspekte sind bei der Wahl vom Rollrasen wichtig: Damit er langfristig gedeihen kann und es sich bei der Aktion nicht um eine kurzfristig schöne, dann aber schnell desolate Lösung handelt, ist nichts wichtiger, als die Antwort auf die beiden Fragen nach der Nutzung und nach der Wetterlage, in der sich das Rasenstück befindet. Es gibt Zierrasen, Gebrauchsrasen und andere Sorten – auch als Rollrasen zu bekommen. Dazu hat man die Wahl zwischen „normalen“ Rasenarten und sogenannten Schattenrasen, die, wie ihre Deklaration schon verrät, für vornehmlich im Schatten gelegene Flächen besser geeignet sind. Diese Auswahl ist sehr wichtig und unterscheidet sich nicht vom Anlegen einer Rasenfläche durch Samen – nur, dass man den „fertigen Rasen“ kauft und das Aussäen spart. Ein Zierrasen, auf dem zwei Hunde lustig spielen oder Kinder mit dem Ball hin und her laufen – oder ein Gebrauchsrasen, den niemand wirklich betritt: Das sind falsche Entscheidungen. Vor allem das erste dieser Beispiele zieht auch Kosten und Mehrarbeit nach sich, da der ewig kaputte Zierrasen ewig repariert werden muss und man sich über jeden Schaden maßlos ärgert.

Das Verlegen von Rollrasen

Wer vom Verkäufer für Rollrasen keine ausführliche Anleitung für das eigenhändige Verlegen des Grüns bekommt, findet im Internet eine Auswahl an Videos, die sehr klar aufweisen, wie das Ganze von statten gehen muss. Der Anfang ist schnell gemacht, wenn man sich an einer geraden Kante orientiert und von dort aus sauber arbeitet – immer in die Richtung, die garantiert, dass der frische Rollrasen nicht gleich wieder betreten werden muss.

Jede Bahn ist auch einmal zu Ende – dann wird die nächste geholt und es kann weiter gehen. Allerdings wird die Arbeit nicht Kante an Kante fortgesetzt, sondern zunächst überlappend. Wo die beiden Bahnen übereinander liegen, schneidet man einen sauberen Schnitt mit einem scharfen Messer und entfernt die überflüssigen Streifen. So hat man eine optimale Kante, die unsichtbar ist und eine ebenmäßige Fläche und dazu ordentliches Weiterarbeiten gewährleistet. Auch an Kanten arbeitet man ähnlich. Wer sich die Arbeit, seinen Rollrasen selbst zu verlegen, nicht zutraut, kann auch Anbieter finden, die den Rasen auf Rollen nicht nur verkaufen, sondern auch verlegen. Die Kosten für diese Dienstleistung sind natürlich enorm höher, als für den reinen Kauf pro Quadratmeter.

Nach dem Verlegen

Ist der Rollrasen fertig verlegt, frohlocken die Gartenbesitzer über das sofortige prachtvolle Ergebnis. Geradezu perfekt gewachsen ist dieser Rasen – und während der eine Nachbar noch seinen gerade angesamten leeren und braunen Boden wässert, lädt der Rollrasen schon grün und weich zum Daraufliegen ein. Das sollte man aber bleiben lassen, bis der Rasen auch wirklich angewachsen ist. Solange muss für eine konstante und richtig dosierte Bewässerung gesorgt werden. Ist diese optimal, beginnt langsam aber sicher der übliche Rasen-Kreislauf: Mähen, Kanten schneiden, und je nach Jahreszeit und Zustand des Grüns kalken, düngen vertikutieren und so weiter.

Rollrasen – nichts leichter als das? Ein schneller Erfolg ist mit Rollrasen quasi garantiert. Damit dieser aber auch anhält, müssen Vorbereitungen und Nachsorge optimal stimmen. Mit Rollrasen... mehr erfahren »
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Rollrasen – nichts leichter als das?

Ein schneller Erfolg ist mit Rollrasen quasi garantiert. Damit dieser aber auch anhält, müssen Vorbereitungen und Nachsorge optimal stimmen.

Mit Rollrasen zu arbeiten, ist teurer, als mit Rasensamenmischungen, die selbst ausgestreut werden, verspricht aber sofortige und vor allem tolle optische Ergebnisse. Deswegen verfallen viele Gartenbesitzer dem Irrglauben, mit Rollrasen auf „Nummer Sicher“ zu gehen. Schließlich ist es kinderleicht, die Bahnen zu bestellen, auszulegen und dann das schöne Grün im Garten zu genießen. Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass es mit Rollrasen eine Art Garantie für gutes Gelingen inklusive gibt – auch, wenn das schön wäre, angesichts des vergleichsweise doch höheren Preises für den Quadratmeter. Auch mit Rollrasen hat man seine Arbeit – die Vorbereitungen, die Bewässerung und danach die Rasenpflege, die sich schon bald nicht mehr von dem Aufwand unterscheidet, den man für den „normal“ gesäten Rasen betreiben muss.

Das Geländeprofil vorbereiten und ausmessen

Rollrasen wird in sauber geschnittenen Bahnen zu Hause beim Auftraggeber angeliefert. Frisch vom Aufzuchtort stammt jede Rolle des Rasens, der nun im eigenen Garten wieder anwachsen soll. Den Termin für die Lieferung muss man bei der Bestellung so legen, dass man mit allen, wirklich allen Vorbereitungen fertig ist. Erst, wenn man Werkzeug und Bewässerungsanlage – Rasensprenger oder ähnliches – vorbereitet parat stehen hat, darf der LKW mit der Ladung aufkreuzen. Bis es so weit ist, muss das Geländeprofil fertiggestellt sein, müssen Wege und Begrenzungen feststehen und am besten auch schon an Ort und Stelle sein. Keine unerwünschten Senken oder Hügel dürfen im Gelände, auf dem der Rollrasen ausgelegt wird, mehr zu finden sein – ist die Lieferung angekommen, ist es zu spät für derartige Erdbewegungen und Korrekturen in jeglicher Form.

Eine Fläche bekommt man am leichtesten eben, wenn man mehrere kleine Holzpflöckchen steckt und diese mit einer Schnur verbindet. Dann hilft eine Wasserwaage, am besten mit moderner Lasertechnik, beim Begradigen. Eine lange Latte aus Holz wird benutzt, um den aufgelockerten Boden abzuziehen. Ist dies geschehen, sollte man nicht mehr auf den Unterboden treten, es sei denn, man lindert den Druck des Körpergewichts durch Bretter. Den Boden zu diesem Zeitpunkt unkrautfrei zu bekommen, ist wichtig – auch durch den Rollrasen stoßen unerwünschte Pflanzen relativ schnell an die Oberfläche und das anfänglich schöne Ergebnis ist schnell dahin. Ein wenig Geometrie ist erforderlich, um nun die benötigte Menge an Rollrasen zu errechnen. Nicht jeder Garten ist einfach nur lang und breit – dazwischen sind Beete, Wege und andere Dinge, Stellen, für die kein Rasen gebraucht wird. Dafür muss man aber eine gewisse Menge Verschnitt mit einkalkulieren; man geht von etwa fünf Prozent der Gesamtmenge aus, die zu der errechneten Quadratmeterzahl addiert werden müssen. Gerade, wenn runde Blumenbeete oder geschwungene Wege den Garten kreuzen, ist das Errechnen des Gesamtbedarfs nicht immer einfach. Hier kann man sich aber Hilfe an verschiedenen Stellen holen – notfalls im Gartenfachbetrieb, der auch vor Ort mit Rat und Tat zur Seite steht. Bei einer beispielhaften Fläche von 50 Quadratmetern, die mit Rollrasen bedeckt werden soll, sind also 2,5 m² Verschnitt dazu zu bestellen.

Vor der Rollrasen Bestellung unbedingt die passende Sorte aussuchen!


Zwei Aspekte sind bei der Wahl vom Rollrasen wichtig: Damit er langfristig gedeihen kann und es sich bei der Aktion nicht um eine kurzfristig schöne, dann aber schnell desolate Lösung handelt, ist nichts wichtiger, als die Antwort auf die beiden Fragen nach der Nutzung und nach der Wetterlage, in der sich das Rasenstück befindet. Es gibt Zierrasen, Gebrauchsrasen und andere Sorten – auch als Rollrasen zu bekommen. Dazu hat man die Wahl zwischen „normalen“ Rasenarten und sogenannten Schattenrasen, die, wie ihre Deklaration schon verrät, für vornehmlich im Schatten gelegene Flächen besser geeignet sind. Diese Auswahl ist sehr wichtig und unterscheidet sich nicht vom Anlegen einer Rasenfläche durch Samen – nur, dass man den „fertigen Rasen“ kauft und das Aussäen spart. Ein Zierrasen, auf dem zwei Hunde lustig spielen oder Kinder mit dem Ball hin und her laufen – oder ein Gebrauchsrasen, den niemand wirklich betritt: Das sind falsche Entscheidungen. Vor allem das erste dieser Beispiele zieht auch Kosten und Mehrarbeit nach sich, da der ewig kaputte Zierrasen ewig repariert werden muss und man sich über jeden Schaden maßlos ärgert.

Das Verlegen von Rollrasen

Wer vom Verkäufer für Rollrasen keine ausführliche Anleitung für das eigenhändige Verlegen des Grüns bekommt, findet im Internet eine Auswahl an Videos, die sehr klar aufweisen, wie das Ganze von statten gehen muss. Der Anfang ist schnell gemacht, wenn man sich an einer geraden Kante orientiert und von dort aus sauber arbeitet – immer in die Richtung, die garantiert, dass der frische Rollrasen nicht gleich wieder betreten werden muss.

Jede Bahn ist auch einmal zu Ende – dann wird die nächste geholt und es kann weiter gehen. Allerdings wird die Arbeit nicht Kante an Kante fortgesetzt, sondern zunächst überlappend. Wo die beiden Bahnen übereinander liegen, schneidet man einen sauberen Schnitt mit einem scharfen Messer und entfernt die überflüssigen Streifen. So hat man eine optimale Kante, die unsichtbar ist und eine ebenmäßige Fläche und dazu ordentliches Weiterarbeiten gewährleistet. Auch an Kanten arbeitet man ähnlich. Wer sich die Arbeit, seinen Rollrasen selbst zu verlegen, nicht zutraut, kann auch Anbieter finden, die den Rasen auf Rollen nicht nur verkaufen, sondern auch verlegen. Die Kosten für diese Dienstleistung sind natürlich enorm höher, als für den reinen Kauf pro Quadratmeter.

Nach dem Verlegen

Ist der Rollrasen fertig verlegt, frohlocken die Gartenbesitzer über das sofortige prachtvolle Ergebnis. Geradezu perfekt gewachsen ist dieser Rasen – und während der eine Nachbar noch seinen gerade angesamten leeren und braunen Boden wässert, lädt der Rollrasen schon grün und weich zum Daraufliegen ein. Das sollte man aber bleiben lassen, bis der Rasen auch wirklich angewachsen ist. Solange muss für eine konstante und richtig dosierte Bewässerung gesorgt werden. Ist diese optimal, beginnt langsam aber sicher der übliche Rasen-Kreislauf: Mähen, Kanten schneiden, und je nach Jahreszeit und Zustand des Grüns kalken, düngen vertikutieren und so weiter.

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