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Rasensamen – Unterschiede, Wissenswertes zur Aussaat

Beim Rasensamen gibt es Unterschiede – diese sind zu beachten. Wissenswertes zur Aussaat findet sich im Internet und in den Herstellerangaben.

Das Projekt, einen neuen Rasen anlegen zu wollen, erweist sich meistens als aufwändiger, als man das zunächst annehmen würde. Viele Vorbereitungen sind zu treffen und auch nach der Aussaat vom Rasensamen ist man mit der Arbeit nicht „fertig“. Sind die Samen im Boden eingearbeitet, müssen Idealbedingungen für das Keimen herrschen; kaum ist der Rasen gewachsen, beginnt der – in jedem Sommer kaum ein Ende zu nehmende – Kreislauf aus Rasenpflege, der Erneuerung schadhafter Stellen, des Düngens und so fort.

Auch die Wahl der Rasensamen ist kein einfaches Thema. So sind die Discounter bemüht, alljährlich im Frühjahr und sogar noch einmal im Sommer und Herbst Päckchen mit Rasensamen an ihre Kunden zu bringen. Die Möglichkeit, mit diesem Samenmix ein schönes Ergebnis zu erzielen, sind jedoch begrenzt – es kommt nämlich immer auf die Zusammensetzung an, die sowohl stets andere Nutzungsoptionen offen lässt, wie sie aber auch nur gedeihen kann, wenn die Witterungs- und Lichtmodalitäten an Ort und Stelle passen.

Welche Unterschiede gibt es beim Rasensamen?

Ein Blick auf die Verpackung zeigt es meistens schon: Nicht jeder Rasensamen ist für alle Terrains geeignet. Dort, wo die Sonne beinahe den ganzen Tag scheint, müssen andere Gräser in der Mischung vorhanden sein, als an Stellen im Garten, die nahezu von morgens bis abends im Schatten oder Halbschatten befindlich und somit sehr feucht sind. Sträucher und Gebäude im unmittelbaren Umfeld des Rasens sind zu beachten, ebenso aber Nadelbäume, in deren Nähe manchmal ein echter Rasen eher ein Projekt mit wenigen Erfolgsaussichten ist. Mindestens ebenso wichtig ist die Entscheidung, wie die Rasenfläche letztendlich genutzt wird.

Dort, wo viele Füße unterwegs sind, sollte kein ausdrücklich als Zierrasen gekennzeichneter Rasensamen gekauft werden; sonst ist Ärger vorprogrammiert. Zierrasen ist höchst empfindlich und „kann“ eigentlich wenig, außer sehr gut auszusehen. Er ist fein und zart, satt grün – aber eben auch anfällig für Schäden jeglicher Art. Zu viel Sonne, zu viel oder wenig Feuchtigkeit, falsche Rasenpflege, dazu Beanspruchungen durch spielende Kinder, Schuhe mit harten Sohlen oder gar Absätzen – scharrende Haus- und Wildtiere: Gar nicht auszudenken, was die in diesem Fall völlig falsche Wahl dieser Zierrasensamen für Folgen hätte. Zierrasen ist aber vom Hersteller ausdrücklich als solcher beschrieben und kann folglich für einen Vorzeigegarten speziell gekauft werden.

Sollten sich in einem Gartenbereich auch nur einige der eben genannten Dinge abspielen, dann gibt es strapazierbarere Rasenarten, für die jeweils fertige Mischungen zu kaufen sind. So sind mittel bis hoch belastbare Rasensamen oft als Spielrasen ausgewiesen. Wie der Name schon sagt, entstehen auf diesem Rasen sehr viel später eindeutig sichtbare Spuren der Nutzung, zum Beispiel durch Ballspiele mit Kindern oder Hunden, vorausgesetzt, diese finden nicht nach langer Regenphase auf dem völlig durchgeweichten Boden statt. Im Allgemeinen ist zu sagen, dass überall dort, wo viele Menschen unterwegs sind, der Spielrasen eine sehr gute Wahl ist – er regeneriert sich auch einigermaßen schnell wieder. Wie bei allen Rasensorten muss natürlich die Pflege, also der Schnitt, die Belüftung, das Düngen und der Feuchtigkeitshaushalt stimmen, damit der Rasen beanspruchbar und dennoch schön bleibt. Im Zweifel müssen manche Stellen zur geeigneten Jahreszeit eben vertikutiert und mit neuem Samen versehen werden.

Noch belastbarer ist Rasen, wenn er schon in der Rasensamen Mischung als Sportrasen bezeichnet wird. Auch dieser muss entsprechend der Anleitung gesät werden, sofern er nicht als Rollrasen gekauft wird – und auch die Rasenpflege darf nicht vernachlässigt werden. Die Mischung aus bestimmten Grasarten ist jedoch dafür verantwortlich, dass dieser Rasen besonders unempfindlich, also haltbar ist. Das optische Bild ist vom Zierrasen und der „Königsklasse“, dem englischen Rasen, weit entfernt – Sportrasen ist nicht feinblättrig, sondern eher als robust zu bezeichnen.
Fazit: Achten Sie bei der Wahl der Rasensamen unbedingt auf die Herstellerangaben zur Nutzung und zur Belastbarkeit. Checken Sie genau, welche Gartenflächen zur Zierde und welche zur mehr oder weniger intensiven Nutzung gedacht sind – und orten Sie schattige und sonnige, feuchte und eher trockene Areale. So können Sie die Mengen, die Sie an Rasensamen benötigen, gut kalkulieren und nach den Herstellerangaben (Gewicht pro Fläche) in ausreichender Menge kaufen beziehungsweise bestellen.

Was Rasensamen zum Gedeihen brauchen

Eine wichtige Zutat für einen später perfekten Rasen ist der Boden, auf dem er wachsen soll. Dieser sollte ideal vorbereitet sein – und man muss ausschließen, dass die Fläche in den nächsten Wochen unbedingt betreten werden muss. Die zunächst zarten Pflänzchen sind empfindlich und anfällig gegen die verschiedensten Dinge. Ist der Unterboden vorbereitet, also aufgelockert und vom Unkraut befreit, kann der Rasensamen ausgesät werden. Geschieht dies mit der Hand, so ist auf gleichmäßiges Streuen zu achten. So wie der Samen verteilt ist, so wächst er auch. Dicke Büschel an der einen Stelle, ein paar Halme an der anderen: So sieht das Ergebnis aus, wenn nicht sorgfältig auf eine gleichmäßige Verteilung der Rasensamen geachtet wird.

Deutlich vereinfachen kann sich der Gärtner das Dosieren und Verteilen der Samen durch einen Streuwagen. Dieser sollte allerdings nicht auf dem geebneten Unterboden gefahren werden, sondern auf Brettern, die den Druck ausgleichen. So vermeidet man Gleisen und ein unebenes Gesamtbild. Natürlich müssen die Bretter vorsichtig umgesetzt werden, damit auch an deren Ausgangslage Rasensamen verteilt werden kann. Für das Keimen und den ersten Wuchs benötigt der Samen geeignetes Düngemittel. Dies wird in Pulver- oder Körnerform dem Rasensamen beigemischt und gleich mit verteilt oder in flüssiger Form mit einem Sprühgerät wiederum gleichmäßig verteilt.

Befindet sich der Rasensamen an Ort und Stelle, muss er in den Boden eingearbeitet werden. Dies geschieht mit einem Rechen. Die ideale Tiefe der Samen im Boden liegt bei etwa einem Zentimeter. Liegt die Saat zu tief, kann dies das Keimen behindern, bleibt sie zu weit oben, werden Vögel, Wind und Sonne zusammen daran arbeiten, dass vieles geschieht – nur kein gleichmäßiger Rasen wächst. Der kluge Gärtner arbeitet wieder mit ausreichend großen Brettern, um den Druck, den seine Füße samt Körpergewicht auf den Boden ausüben, auszugleichen.

Nach dem Einarbeiten von Rasensamen plus Dünger sollte der Boden mit einer leichten Walze etwas angedrückt werden. Zu viel des Guten darf es auch hier wieder nicht sein: Ist der Samen zu luftdicht im Boden eingeschlossen, verfault er, ohne einen einzigen Keim gebildet zu haben. Leichte Rasenwalzen können aber ausgeliehen werden – mit diesen gelingt dieser Arbeitsschritt sicher. Wer nun noch an eine ausreichende Bewässerung gedacht hat, diese aber bitte nicht übertreibt, kann seinem Rasen nun in aller Ruhe beim Gedeihen zusehen und schon wenige Wochen später den ersten Schnitt vornehmen.

Ein Wort zum Wetter: Um aus Rasensamen schönen Rasen werden zu lassen, muss der Gärtner auch das Wetter ein wenig im Blick haben. Temperaturen unter 10 Grad sind absolut ungeeignet für den Zeitpunkt der Aussaat – ganz zu schweigen von Frost. Ist eine lange und heiße Trockenphase abzusehen, steigen der Aufwand und die Kosten für die Bewässerung. Was nun dem „Projekt Rasen“ noch den Garaus machen könnte, sind starker Sturm, Wolkenbrüche und Hagel – aber das hat man ja bekanntlich nicht in der Hand.

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Rasensamen – Unterschiede, Wissenswertes zur Aussaat

Beim Rasensamen gibt es Unterschiede – diese sind zu beachten. Wissenswertes zur Aussaat findet sich im Internet und in den Herstellerangaben.

Das Projekt, einen neuen Rasen anlegen zu wollen, erweist sich meistens als aufwändiger, als man das zunächst annehmen würde. Viele Vorbereitungen sind zu treffen und auch nach der Aussaat vom Rasensamen ist man mit der Arbeit nicht „fertig“. Sind die Samen im Boden eingearbeitet, müssen Idealbedingungen für das Keimen herrschen; kaum ist der Rasen gewachsen, beginnt der – in jedem Sommer kaum ein Ende zu nehmende – Kreislauf aus Rasenpflege, der Erneuerung schadhafter Stellen, des Düngens und so fort.

Auch die Wahl der Rasensamen ist kein einfaches Thema. So sind die Discounter bemüht, alljährlich im Frühjahr und sogar noch einmal im Sommer und Herbst Päckchen mit Rasensamen an ihre Kunden zu bringen. Die Möglichkeit, mit diesem Samenmix ein schönes Ergebnis zu erzielen, sind jedoch begrenzt – es kommt nämlich immer auf die Zusammensetzung an, die sowohl stets andere Nutzungsoptionen offen lässt, wie sie aber auch nur gedeihen kann, wenn die Witterungs- und Lichtmodalitäten an Ort und Stelle passen.

Welche Unterschiede gibt es beim Rasensamen?

Ein Blick auf die Verpackung zeigt es meistens schon: Nicht jeder Rasensamen ist für alle Terrains geeignet. Dort, wo die Sonne beinahe den ganzen Tag scheint, müssen andere Gräser in der Mischung vorhanden sein, als an Stellen im Garten, die nahezu von morgens bis abends im Schatten oder Halbschatten befindlich und somit sehr feucht sind. Sträucher und Gebäude im unmittelbaren Umfeld des Rasens sind zu beachten, ebenso aber Nadelbäume, in deren Nähe manchmal ein echter Rasen eher ein Projekt mit wenigen Erfolgsaussichten ist. Mindestens ebenso wichtig ist die Entscheidung, wie die Rasenfläche letztendlich genutzt wird.

Dort, wo viele Füße unterwegs sind, sollte kein ausdrücklich als Zierrasen gekennzeichneter Rasensamen gekauft werden; sonst ist Ärger vorprogrammiert. Zierrasen ist höchst empfindlich und „kann“ eigentlich wenig, außer sehr gut auszusehen. Er ist fein und zart, satt grün – aber eben auch anfällig für Schäden jeglicher Art. Zu viel Sonne, zu viel oder wenig Feuchtigkeit, falsche Rasenpflege, dazu Beanspruchungen durch spielende Kinder, Schuhe mit harten Sohlen oder gar Absätzen – scharrende Haus- und Wildtiere: Gar nicht auszudenken, was die in diesem Fall völlig falsche Wahl dieser Zierrasensamen für Folgen hätte. Zierrasen ist aber vom Hersteller ausdrücklich als solcher beschrieben und kann folglich für einen Vorzeigegarten speziell gekauft werden.

Sollten sich in einem Gartenbereich auch nur einige der eben genannten Dinge abspielen, dann gibt es strapazierbarere Rasenarten, für die jeweils fertige Mischungen zu kaufen sind. So sind mittel bis hoch belastbare Rasensamen oft als Spielrasen ausgewiesen. Wie der Name schon sagt, entstehen auf diesem Rasen sehr viel später eindeutig sichtbare Spuren der Nutzung, zum Beispiel durch Ballspiele mit Kindern oder Hunden, vorausgesetzt, diese finden nicht nach langer Regenphase auf dem völlig durchgeweichten Boden statt. Im Allgemeinen ist zu sagen, dass überall dort, wo viele Menschen unterwegs sind, der Spielrasen eine sehr gute Wahl ist – er regeneriert sich auch einigermaßen schnell wieder. Wie bei allen Rasensorten muss natürlich die Pflege, also der Schnitt, die Belüftung, das Düngen und der Feuchtigkeitshaushalt stimmen, damit der Rasen beanspruchbar und dennoch schön bleibt. Im Zweifel müssen manche Stellen zur geeigneten Jahreszeit eben vertikutiert und mit neuem Samen versehen werden.

Noch belastbarer ist Rasen, wenn er schon in der Rasensamen Mischung als Sportrasen bezeichnet wird. Auch dieser muss entsprechend der Anleitung gesät werden, sofern er nicht als Rollrasen gekauft wird – und auch die Rasenpflege darf nicht vernachlässigt werden. Die Mischung aus bestimmten Grasarten ist jedoch dafür verantwortlich, dass dieser Rasen besonders unempfindlich, also haltbar ist. Das optische Bild ist vom Zierrasen und der „Königsklasse“, dem englischen Rasen, weit entfernt – Sportrasen ist nicht feinblättrig, sondern eher als robust zu bezeichnen.
Fazit: Achten Sie bei der Wahl der Rasensamen unbedingt auf die Herstellerangaben zur Nutzung und zur Belastbarkeit. Checken Sie genau, welche Gartenflächen zur Zierde und welche zur mehr oder weniger intensiven Nutzung gedacht sind – und orten Sie schattige und sonnige, feuchte und eher trockene Areale. So können Sie die Mengen, die Sie an Rasensamen benötigen, gut kalkulieren und nach den Herstellerangaben (Gewicht pro Fläche) in ausreichender Menge kaufen beziehungsweise bestellen.

Was Rasensamen zum Gedeihen brauchen

Eine wichtige Zutat für einen später perfekten Rasen ist der Boden, auf dem er wachsen soll. Dieser sollte ideal vorbereitet sein – und man muss ausschließen, dass die Fläche in den nächsten Wochen unbedingt betreten werden muss. Die zunächst zarten Pflänzchen sind empfindlich und anfällig gegen die verschiedensten Dinge. Ist der Unterboden vorbereitet, also aufgelockert und vom Unkraut befreit, kann der Rasensamen ausgesät werden. Geschieht dies mit der Hand, so ist auf gleichmäßiges Streuen zu achten. So wie der Samen verteilt ist, so wächst er auch. Dicke Büschel an der einen Stelle, ein paar Halme an der anderen: So sieht das Ergebnis aus, wenn nicht sorgfältig auf eine gleichmäßige Verteilung der Rasensamen geachtet wird.

Deutlich vereinfachen kann sich der Gärtner das Dosieren und Verteilen der Samen durch einen Streuwagen. Dieser sollte allerdings nicht auf dem geebneten Unterboden gefahren werden, sondern auf Brettern, die den Druck ausgleichen. So vermeidet man Gleisen und ein unebenes Gesamtbild. Natürlich müssen die Bretter vorsichtig umgesetzt werden, damit auch an deren Ausgangslage Rasensamen verteilt werden kann. Für das Keimen und den ersten Wuchs benötigt der Samen geeignetes Düngemittel. Dies wird in Pulver- oder Körnerform dem Rasensamen beigemischt und gleich mit verteilt oder in flüssiger Form mit einem Sprühgerät wiederum gleichmäßig verteilt.

Befindet sich der Rasensamen an Ort und Stelle, muss er in den Boden eingearbeitet werden. Dies geschieht mit einem Rechen. Die ideale Tiefe der Samen im Boden liegt bei etwa einem Zentimeter. Liegt die Saat zu tief, kann dies das Keimen behindern, bleibt sie zu weit oben, werden Vögel, Wind und Sonne zusammen daran arbeiten, dass vieles geschieht – nur kein gleichmäßiger Rasen wächst. Der kluge Gärtner arbeitet wieder mit ausreichend großen Brettern, um den Druck, den seine Füße samt Körpergewicht auf den Boden ausüben, auszugleichen.

Nach dem Einarbeiten von Rasensamen plus Dünger sollte der Boden mit einer leichten Walze etwas angedrückt werden. Zu viel des Guten darf es auch hier wieder nicht sein: Ist der Samen zu luftdicht im Boden eingeschlossen, verfault er, ohne einen einzigen Keim gebildet zu haben. Leichte Rasenwalzen können aber ausgeliehen werden – mit diesen gelingt dieser Arbeitsschritt sicher. Wer nun noch an eine ausreichende Bewässerung gedacht hat, diese aber bitte nicht übertreibt, kann seinem Rasen nun in aller Ruhe beim Gedeihen zusehen und schon wenige Wochen später den ersten Schnitt vornehmen.

Ein Wort zum Wetter: Um aus Rasensamen schönen Rasen werden zu lassen, muss der Gärtner auch das Wetter ein wenig im Blick haben. Temperaturen unter 10 Grad sind absolut ungeeignet für den Zeitpunkt der Aussaat – ganz zu schweigen von Frost. Ist eine lange und heiße Trockenphase abzusehen, steigen der Aufwand und die Kosten für die Bewässerung. Was nun dem „Projekt Rasen“ noch den Garaus machen könnte, sind starker Sturm, Wolkenbrüche und Hagel – aber das hat man ja bekanntlich nicht in der Hand.

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