Filter schließen
Für die Filterung wurden keine Ergebnisse gefunden!

Rasenpflege zwischen Frühjahr und Herbst

Rasenpflege wird zu einem großen Thema in der Freizeit, wenn man einen gepflegten, belastbaren oder repräsentablen Rasen im Garten haben will.

Ein schöner Rasen ist das Aushängeschild eines jeden gepflegten Gartens. Sind hier schadhafte Stellen – zum Beispiel braune Flecken oder kahle Bereiche – zu finden, machen dies die schönsten Beete mit vielen blühenden Blumen nicht wett; es bleibt immer ein Eindruck der Vernachlässigung. Der ordentliche Rasen kann aber nur präsentiert werden, wenn vom Frühjahr bis in den Herbst hinein die Rasenpflege regelmäßig vorgenommen wird. Dazu gehört mehr, als das reine Rasenmähen; es sind viele einzelne Arbeiten, die sporadisch, regelmäßig oder bei Bedarf immer wieder anstehen. Ein kleiner Überblick sei im Folgenden zusammengefasst; aus diesem wird schnell klar, dass der Rasen über das Jahr gesehen nicht nur ein paar wenige Stunden Fleiß erfordert – doch die Belohnung durch ein ansehnliches, gepflegtes Grün ist den meisten Gartenbesitzern jede Minute, die sie von ihrer Freizeit abzweigen, wert. Es wird nach regelmäßigen und bedarfsmäßigen Arbeiten unterschieden.

1. Regelmäßige Arbeiten bei der Rasenpflege

1.1.  Das Rasenmähen

Sofern das Wetter mitspielt, kann der geneigte Beobachter vor allem in Siedlungen mit Einfamilien- oder Zweifamilienhäusern folgendes Phänomen sehen: Ab einer gewissen Uhrzeit erklingt mehrstimmig das Geräusch der verschiedensten Rasenmäher. Jeder schwört auf ein anderes Modell, und hier gibt es durchaus einige zur Auswahl. Betrieben durch Strom oder Verbrennungsmotor, mit Auffangsack oder ohne, als Aufsitzrasenmäher, mit Selbstfahrvorrichtung und so weiter: Die Geschmäcker sind verschieden und die Kosten für die Anschaffung und den Unterhalt mindestens genauso vielfältig. Der eine schwört auf die Discounter Geräte, der andere kauft nur Marken – letztendlich dienen aber alle Geräte dem einem Ziel: Den Rasen kurz zu schneiden, damit er schön dicht und gleichmäßig bleibt und im Wettkampf mit den Nachbarn und anderen Hobbygärtnern bestehen kann.

Rasenmäher ohne Auffangsack (oder Plastikbehälter) leisten den Dienst des reinen Schnitts genauso gut, wie ihre Kollegen mit einer solchen Vorrichtung – wichtig ist ein scharfes Messer, welches vor allem nach dem Kontakt mit Steinen oder Pflasterkanten unbedingt nachgeschliffen werden muss. Ein stumpfes Messer schneidet den Rasen nicht gleichmäßig; die Gräser werden unter Umständen abgerupft oder gequetscht. Die Folge ist eine unregelmäßige, hässliche Schnittfläche – alles andere, als präsentabel. Wer auf einen Auffangbehälter verzichtet, muss das abgeschnittene Gras entfernen – Rechen oder Fächerkratzer samt Schubkarre helfen bei dieser Arbeit. Mit einem Auffangbehältnis wird der Abschnitt gleich aufgenommen und kann von hier gleich auf den Kompost oder zur Grüngutannahmestelle gefahren werden.

Wann ist das Rasen mähen angesagt? Hier streiten sich die Hobbygärtner und entscheiden oft nach eigenem Dafürhalten. Als Faustregel gilt, dass der Rasen nicht höher werden sollte, als etwa 8 cm. Je nach Witterung wächst der Rasen periodisch einmal mehr und einmal weniger. Es gibt Zeiten im Frühjahr und Sommer, da kann der Rasenmäher sogar einmal die Woche seine Arbeit tun – wenn Regen und Sonne ein dem Wachstum zuträgliches Miteinander finden. Ist es zu feucht, zu trocken oder zu heiß, wächst das Gras etwas weniger. Im Herbst lässt naturgemäß das Wachstum nach; nun gilt es eher, das herabfallende Laub schnellstmöglich zu entfernen und die Rasenfläche für den Winter vorzubereiten.
 
Je nach Wohnort legt man mit dem ersten Schnitt des Rasens den Grundstein für einen Sommer mit perfektem Grün. Manche Regionen sind viel länger kalt, als andere – wo in manchen Gärten schon Krokusse wachsen, liegt die Natur anderenorts noch völlig brach. Jeder kann selbst eventuelle Schneereste zerhaken, damit sie schneller wegtauen; nun ist auch noch ausreichend Zeit, das letzte Laub aus spätem Herbst und Winter zu entfernen. So schafft man die besten Bedingungen für gleichmäßiges Wachsen des Rasens. Dieser erste Schnitt darf nicht zu kurz ausfallen; die Graspflanzen müssen Photosynthese betreiben, um grün zu werden und ordentliches Wurzelwerk zu entwickeln. Ansonsten kann der Rasen den Rest des Jahres auf 3 bis 5 cm zurückgeschnitten werden – je nach Nutzung der Fläche, Rasenart und Geschmack. Zum Rasen mähen gehört auch der Schnitt aller Kanten und Ecken, die mit dem Rasenmäher nicht bearbeitet werden können. Ein Rasentrimmer – elektrisch oder als Motorsense – leistet hier beste Dienste. Auch für diesen Kantenschnitt gilt: Liegengebliebenes Gras muss entfernt werden; die Halme nehmen den Sauerstoff weg, der Rasen darunter leidet.

1.2. Unkraut und Moos im Rasen entfernen

Ein nicht zu verhinderndes Übel für den Rasenliebhaber sind Unkraut und Moos. Unkraut wächst früher oder später in jedem Rasen – zum Beispiel Löwenzahn. Den Samenflug kann man schwerlich vermeiden; wo sie sich niederlassen, wächst früher oder später auch eine Pflanze. Löwenzahn und ähnliche Gewächse trüben das gepflegte Rasenbild und müssen deswegen entfernt werden. Dies geschieht durch bedachtes Ausstechen, am besten mit der Wurzel. Entsprechende Geräte gibt es in jedem Garten-Shop oder Baumarkt. Schlimmer ist es, wenn Moos sich im Rasen breitmacht. Hier helfen meist nur ein geeigneter Moos-Entferner und das Vertikutieren der befallenen Stellen. Mooswuchs im Rasen hat seine Ursachen – diese gilt es herauszufinden und zu beseitigen. Gründe können zu viel Schatten, Nährstoffmangel im Boden und viele andere sein.

1.3. Rasen düngen

Um einen gleichmäßigen Rasenwuchs zu erreichen, muss der Rasen nicht nur im Rahmen der ersten Aussaat, sondern auch im Laufe des Frühjahrs beziehungsweise Sommers des Öfteren gedüngt werden. Ab April, also nach dem ersten Schnitt, muss zum Düngemittel gegriffen werden. Wer sich nicht ganz schlüssig ist, welchen Rasendünger er verwenden soll, kann im Baumarkt ein wenig Erdreich abgeben und es auf seinen pH-Wert testen lassen. Je nach Ergebnis wird dann ein passendes Düngemittel empfohlen. Hier sind unabdingbar die Herstellerangaben bezüglich der Dosierung zu beachten.

1.4. Rasen vertikutieren

Die Gräserwurzeln brauchen Luft. Störendes Moos und alles, was sich zwischen den Halmen im Laufe der Zeit so ansammelt, wird durch das Vertikutieren erfolgreich bekämpft. Natürlich muss das nicht alle paar Wochen, jedoch unbedingt regelmäßig im Frühjahr durchgeführt werden. Wo der Rasen im Sommer gelitten hat, schadet ein zweiter Vertikutiervorgang im Herbst auch nicht. Mit den Vertikutiergeräten ist die Arbeit nicht schwer; sie ähnelt dem Rasen mähen. Sofern ein schönes Rasenbild besteht, reicht es, den trockenen Rasen einmal und nur in eine Richtung zu vertikutieren. Sollten sich allerdings Moos Polster oder andere schadhafte Rasenbereiche zeigen, kann es auch nicht schaden, einmal in Längsrichtung und einmal quer dazu zu arbeiten – doppelter Aufwand, dafür aber auch maximaler Erfolg. Was der Vertikutierer an die Rasenoberfläche befördert, wird zusammengerecht und entfernt; nun ist der Zeitpunkt gekommen, eventuell an das Nachsäen zu denken. Der Rasen darf beim Vertikutieren keinesfalls feucht oder gar nass sein. Nach dieser Arbeit jedoch braucht das Grün eine gleichmäßige Befeuchtung, damit es sich regenerieren kann. Unter Umständen sollte nun gedüngt oder gekalkt werden.

2. Rasenpflege Arbeiten je nach Bedarf

2.1. Rasen kalken

Eine Sparte der Rasenpflege ist das Kalken. Dies ist nur bei saurem Boden, also nicht in jedem Garten erforderlich. Die Bodenbeschaffenheit kann ganz einfach getestet werden – etwa im Baumarkt. Hier bieten die Unternehmen günstige Möglichkeiten, den pH-Wert des Bodens zu ermitteln. Stellt sich heraus, dass der Boden „sauer“ (pH-Wert unter 5,5) ist, muss gekalkt werden. Produkte zur einfachen Anwendung lassen sich im Netz bestellen oder im Gartencenter beziehungsweise Baumarkt kaufen. Sofern die Herstellerangaben für das Kalkprodukt keine andere Vorgabe machen, ist eine Menge von 150 Gramm Kalk für den Quadratmeter Rasen ein Richtwert. Wer von der Rasen Aussaat noch einen Streuwagen daheim hat, benutzt diesen für das Kalken – wie auch beim Rasensamen ist das Ergebnis mit diesem Hilfsmittel gleichmäßig und optimal dosiert.

2.2. Rasen nachsäen

Um schadhafte Stellen wieder in ein gepflegtes Gesamtbild einzufügen oder nach einigen Jahren wieder für ein frischeres, schöneres Grün zu sorgen, muss ab und an stellenweise Rasen nachgesät werden. Nach einem größeren Unkrautbefall, nach langer Trockenheit und den dann bei fehlender Bewässerung unvermeidbaren braunen, hässlichen Stellen muss gehandelt werden. Werden im Garten Sträucher oder Bäume entfernt, werden auch diese Stellen durch eine Aussaat von Rasensamen angeglichen. Der Boden muss hier wie bei der Neuansamung behandelt, also zunächst aufgelockert, von Unkraut befreit, und ans Geländeprofil angepasst werden. Dann bringt man Samen und Dünger ins Erdreich, recht beides auf eine Tiefe von circa 1 cm, walzt den Boden leicht zusammen und bewässert ausreichend, bis der Rasen wächst. Unbedingt auch beim Nachsäen an die geeignete Rasensorte denken!

Rasenpflege zwischen Frühjahr und Herbst Rasenpflege wird zu einem großen Thema in der Freizeit, wenn man einen gepflegten, belastbaren oder repräsentablen Rasen im Garten haben will. Ein... mehr erfahren »
Fenster schließen

Rasenpflege zwischen Frühjahr und Herbst

Rasenpflege wird zu einem großen Thema in der Freizeit, wenn man einen gepflegten, belastbaren oder repräsentablen Rasen im Garten haben will.

Ein schöner Rasen ist das Aushängeschild eines jeden gepflegten Gartens. Sind hier schadhafte Stellen – zum Beispiel braune Flecken oder kahle Bereiche – zu finden, machen dies die schönsten Beete mit vielen blühenden Blumen nicht wett; es bleibt immer ein Eindruck der Vernachlässigung. Der ordentliche Rasen kann aber nur präsentiert werden, wenn vom Frühjahr bis in den Herbst hinein die Rasenpflege regelmäßig vorgenommen wird. Dazu gehört mehr, als das reine Rasenmähen; es sind viele einzelne Arbeiten, die sporadisch, regelmäßig oder bei Bedarf immer wieder anstehen. Ein kleiner Überblick sei im Folgenden zusammengefasst; aus diesem wird schnell klar, dass der Rasen über das Jahr gesehen nicht nur ein paar wenige Stunden Fleiß erfordert – doch die Belohnung durch ein ansehnliches, gepflegtes Grün ist den meisten Gartenbesitzern jede Minute, die sie von ihrer Freizeit abzweigen, wert. Es wird nach regelmäßigen und bedarfsmäßigen Arbeiten unterschieden.

1. Regelmäßige Arbeiten bei der Rasenpflege

1.1.  Das Rasenmähen

Sofern das Wetter mitspielt, kann der geneigte Beobachter vor allem in Siedlungen mit Einfamilien- oder Zweifamilienhäusern folgendes Phänomen sehen: Ab einer gewissen Uhrzeit erklingt mehrstimmig das Geräusch der verschiedensten Rasenmäher. Jeder schwört auf ein anderes Modell, und hier gibt es durchaus einige zur Auswahl. Betrieben durch Strom oder Verbrennungsmotor, mit Auffangsack oder ohne, als Aufsitzrasenmäher, mit Selbstfahrvorrichtung und so weiter: Die Geschmäcker sind verschieden und die Kosten für die Anschaffung und den Unterhalt mindestens genauso vielfältig. Der eine schwört auf die Discounter Geräte, der andere kauft nur Marken – letztendlich dienen aber alle Geräte dem einem Ziel: Den Rasen kurz zu schneiden, damit er schön dicht und gleichmäßig bleibt und im Wettkampf mit den Nachbarn und anderen Hobbygärtnern bestehen kann.

Rasenmäher ohne Auffangsack (oder Plastikbehälter) leisten den Dienst des reinen Schnitts genauso gut, wie ihre Kollegen mit einer solchen Vorrichtung – wichtig ist ein scharfes Messer, welches vor allem nach dem Kontakt mit Steinen oder Pflasterkanten unbedingt nachgeschliffen werden muss. Ein stumpfes Messer schneidet den Rasen nicht gleichmäßig; die Gräser werden unter Umständen abgerupft oder gequetscht. Die Folge ist eine unregelmäßige, hässliche Schnittfläche – alles andere, als präsentabel. Wer auf einen Auffangbehälter verzichtet, muss das abgeschnittene Gras entfernen – Rechen oder Fächerkratzer samt Schubkarre helfen bei dieser Arbeit. Mit einem Auffangbehältnis wird der Abschnitt gleich aufgenommen und kann von hier gleich auf den Kompost oder zur Grüngutannahmestelle gefahren werden.

Wann ist das Rasen mähen angesagt? Hier streiten sich die Hobbygärtner und entscheiden oft nach eigenem Dafürhalten. Als Faustregel gilt, dass der Rasen nicht höher werden sollte, als etwa 8 cm. Je nach Witterung wächst der Rasen periodisch einmal mehr und einmal weniger. Es gibt Zeiten im Frühjahr und Sommer, da kann der Rasenmäher sogar einmal die Woche seine Arbeit tun – wenn Regen und Sonne ein dem Wachstum zuträgliches Miteinander finden. Ist es zu feucht, zu trocken oder zu heiß, wächst das Gras etwas weniger. Im Herbst lässt naturgemäß das Wachstum nach; nun gilt es eher, das herabfallende Laub schnellstmöglich zu entfernen und die Rasenfläche für den Winter vorzubereiten.
 
Je nach Wohnort legt man mit dem ersten Schnitt des Rasens den Grundstein für einen Sommer mit perfektem Grün. Manche Regionen sind viel länger kalt, als andere – wo in manchen Gärten schon Krokusse wachsen, liegt die Natur anderenorts noch völlig brach. Jeder kann selbst eventuelle Schneereste zerhaken, damit sie schneller wegtauen; nun ist auch noch ausreichend Zeit, das letzte Laub aus spätem Herbst und Winter zu entfernen. So schafft man die besten Bedingungen für gleichmäßiges Wachsen des Rasens. Dieser erste Schnitt darf nicht zu kurz ausfallen; die Graspflanzen müssen Photosynthese betreiben, um grün zu werden und ordentliches Wurzelwerk zu entwickeln. Ansonsten kann der Rasen den Rest des Jahres auf 3 bis 5 cm zurückgeschnitten werden – je nach Nutzung der Fläche, Rasenart und Geschmack. Zum Rasen mähen gehört auch der Schnitt aller Kanten und Ecken, die mit dem Rasenmäher nicht bearbeitet werden können. Ein Rasentrimmer – elektrisch oder als Motorsense – leistet hier beste Dienste. Auch für diesen Kantenschnitt gilt: Liegengebliebenes Gras muss entfernt werden; die Halme nehmen den Sauerstoff weg, der Rasen darunter leidet.

1.2. Unkraut und Moos im Rasen entfernen

Ein nicht zu verhinderndes Übel für den Rasenliebhaber sind Unkraut und Moos. Unkraut wächst früher oder später in jedem Rasen – zum Beispiel Löwenzahn. Den Samenflug kann man schwerlich vermeiden; wo sie sich niederlassen, wächst früher oder später auch eine Pflanze. Löwenzahn und ähnliche Gewächse trüben das gepflegte Rasenbild und müssen deswegen entfernt werden. Dies geschieht durch bedachtes Ausstechen, am besten mit der Wurzel. Entsprechende Geräte gibt es in jedem Garten-Shop oder Baumarkt. Schlimmer ist es, wenn Moos sich im Rasen breitmacht. Hier helfen meist nur ein geeigneter Moos-Entferner und das Vertikutieren der befallenen Stellen. Mooswuchs im Rasen hat seine Ursachen – diese gilt es herauszufinden und zu beseitigen. Gründe können zu viel Schatten, Nährstoffmangel im Boden und viele andere sein.

1.3. Rasen düngen

Um einen gleichmäßigen Rasenwuchs zu erreichen, muss der Rasen nicht nur im Rahmen der ersten Aussaat, sondern auch im Laufe des Frühjahrs beziehungsweise Sommers des Öfteren gedüngt werden. Ab April, also nach dem ersten Schnitt, muss zum Düngemittel gegriffen werden. Wer sich nicht ganz schlüssig ist, welchen Rasendünger er verwenden soll, kann im Baumarkt ein wenig Erdreich abgeben und es auf seinen pH-Wert testen lassen. Je nach Ergebnis wird dann ein passendes Düngemittel empfohlen. Hier sind unabdingbar die Herstellerangaben bezüglich der Dosierung zu beachten.

1.4. Rasen vertikutieren

Die Gräserwurzeln brauchen Luft. Störendes Moos und alles, was sich zwischen den Halmen im Laufe der Zeit so ansammelt, wird durch das Vertikutieren erfolgreich bekämpft. Natürlich muss das nicht alle paar Wochen, jedoch unbedingt regelmäßig im Frühjahr durchgeführt werden. Wo der Rasen im Sommer gelitten hat, schadet ein zweiter Vertikutiervorgang im Herbst auch nicht. Mit den Vertikutiergeräten ist die Arbeit nicht schwer; sie ähnelt dem Rasen mähen. Sofern ein schönes Rasenbild besteht, reicht es, den trockenen Rasen einmal und nur in eine Richtung zu vertikutieren. Sollten sich allerdings Moos Polster oder andere schadhafte Rasenbereiche zeigen, kann es auch nicht schaden, einmal in Längsrichtung und einmal quer dazu zu arbeiten – doppelter Aufwand, dafür aber auch maximaler Erfolg. Was der Vertikutierer an die Rasenoberfläche befördert, wird zusammengerecht und entfernt; nun ist der Zeitpunkt gekommen, eventuell an das Nachsäen zu denken. Der Rasen darf beim Vertikutieren keinesfalls feucht oder gar nass sein. Nach dieser Arbeit jedoch braucht das Grün eine gleichmäßige Befeuchtung, damit es sich regenerieren kann. Unter Umständen sollte nun gedüngt oder gekalkt werden.

2. Rasenpflege Arbeiten je nach Bedarf

2.1. Rasen kalken

Eine Sparte der Rasenpflege ist das Kalken. Dies ist nur bei saurem Boden, also nicht in jedem Garten erforderlich. Die Bodenbeschaffenheit kann ganz einfach getestet werden – etwa im Baumarkt. Hier bieten die Unternehmen günstige Möglichkeiten, den pH-Wert des Bodens zu ermitteln. Stellt sich heraus, dass der Boden „sauer“ (pH-Wert unter 5,5) ist, muss gekalkt werden. Produkte zur einfachen Anwendung lassen sich im Netz bestellen oder im Gartencenter beziehungsweise Baumarkt kaufen. Sofern die Herstellerangaben für das Kalkprodukt keine andere Vorgabe machen, ist eine Menge von 150 Gramm Kalk für den Quadratmeter Rasen ein Richtwert. Wer von der Rasen Aussaat noch einen Streuwagen daheim hat, benutzt diesen für das Kalken – wie auch beim Rasensamen ist das Ergebnis mit diesem Hilfsmittel gleichmäßig und optimal dosiert.

2.2. Rasen nachsäen

Um schadhafte Stellen wieder in ein gepflegtes Gesamtbild einzufügen oder nach einigen Jahren wieder für ein frischeres, schöneres Grün zu sorgen, muss ab und an stellenweise Rasen nachgesät werden. Nach einem größeren Unkrautbefall, nach langer Trockenheit und den dann bei fehlender Bewässerung unvermeidbaren braunen, hässlichen Stellen muss gehandelt werden. Werden im Garten Sträucher oder Bäume entfernt, werden auch diese Stellen durch eine Aussaat von Rasensamen angeglichen. Der Boden muss hier wie bei der Neuansamung behandelt, also zunächst aufgelockert, von Unkraut befreit, und ans Geländeprofil angepasst werden. Dann bringt man Samen und Dünger ins Erdreich, recht beides auf eine Tiefe von circa 1 cm, walzt den Boden leicht zusammen und bewässert ausreichend, bis der Rasen wächst. Unbedingt auch beim Nachsäen an die geeignete Rasensorte denken!