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Spielrasen: Der Gebrauchsrasen für Familien

Ein Spielrasen gibt Familien mit Kindern und Haustieren die Möglichkeit, ihren Garten bei gleichzeitig schönem Rasen auch angemessen zu nutzen.

Der falsche Rasen – ja den gibt es. Und er kann zu erheblichen Sorgen, ja sogar Streits führen. Einmal angenommen, beim Grün im Garten von Familie X handelt es sich um einen liebevoll und sorgfältig angelegten Zierrasen. Des einen (meist des Vaters) liebstes Kind, für das er ganze Samstage und etliche Wochenstunden opfert – für die anderen jedoch ein Dorn im Auge. Gerade Kinder verstehen nur sehr schlecht, warum die herrlich grüne Wiese vor dem Haus nicht zum Ballspielen, Herumtollen mit dem Hund oder Fahrradfahren geeignet ist. Doch ein Zierrasen ist eben das, was sein Name schon sagt: zur Zierde gedacht, ein Repräsentationsobjekt, das es kaum verträgt, wenn man mit glatten Sohlen bei feuchtem Wetter einmal quer darüber läuft. Es sieht nicht schön aus, wenn die Halme geknickt sind; zudem hinterlässt jegliche Belastung eine deutliche Spur in der höchst empfindlichen Grasnarbe – da bekommt der Gartenfreund hektisch-rote Flecken im Gesicht, wenn er einen Ball oder Kinderfüße nur in der Nähe des Gartens erahnt. Deswegen ist für Familien mit Haustieren und Kindern, aber auch für Gartenbesitzer, die gerne einmal im Garten „leben“ und ihn nicht nur ansehen wollen, ein Zierrasen ungeeignet. Ein Gebrauchsrasen, ein sogenannter Spielrasen, ist hier die dem Familien- und Nachbarschaftsfrieden eindeutig zuträglichere Wahl.

Was ist ein Spielrasen?

Man könnte nun lapidar die Frage mit „Ein Rasen zum darauf spielen!“ beantworten. Damit ist auch wirklich alles gesagt, ohne aber in medias res zu gehen. Einem Hausbesitzer jedoch, der gerade vor der Entscheidung steht, welche Rasenart er als Samen oder Rollrasen kaufen soll, hilft das nur bedingt weiter. Ein als Spielrasen deklarierter Gebrauchsrasen ist als fertige Rasensamen Mischung im Handel erhältlich. Hierbei gibt es feste Bestandteile diverser Samen, die aber je nach Anbieter und Mischung in unterschiedlicher Menge in der Packung prozentual enthalten sind.

Mit die wichtigste Grassorte im Spielrasen Samen ist das Deutsche Weidelgras – der Biologe kennt dieses Gras auch als „Ausdauernden Lolch“. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Süßgras, welches als sehr widerstandsfähig und damit als robustes Rasengras bekannt ist. Seine Blätter werden bis zu vier Millimeter breit und bis zu 20 Millimeter lang. Das Weidelgras reagiert gut auf eine geeignete und in Maßen durchgeführte Düngung, was dem Gartenbesitzer zugutekommt, da er die Vorbeugung gegen viele Schäden (das Gras wächst am besten bei viel Licht und stickstoffreichem Boden) selbst in die Hand nehmen kann.

Ebenfalls Bestandteile von Spielrasen Saatmischungen sind das Wiesen Rispengras und der Horst-Rot-Schwingel beziehungsweise der Haarblättrige Rotschwingel – wie bereits erwähnt, je nach Anbieter und Mischung.

Anlage von Spielrasen/Gebrauchsrasen Flächen

Wer einen strapazierfähigen Spielrasen anlegen möchte, tut dies am besten im Zeitraum zwischen April und Mai, je nach Wohnlage und spätestem Frost. Auf dem aufgelockerten und mit einem Rechen begradigten Boden wird – nach der Entfernung unerwünschter Pflanzen und einer entsprechenden Warte- und Ruhezeit – die Rasensaat Mischung für den Spielrasen gleichmäßig verteilt. Nun gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen, um zum Erfolg zu kommen: Entweder man düngt circa eine Woche vor dem Säen, um beste Bedingungen für das Keinem und Wachstum zu schaffen, oder man bringt Samen und Rasendünger gleichzeitig auf das Areal. Für beides, Dünger und Samen, gilt, dass nur enorm gleichmäßiges Arbeiten auch wirklich erfolgversprechend ist – alles andere hätte unregelmäßigen Wuchs (Dichte und Höhe) zur Folge. Wenn die Samen in einer Mischung unterschiedlich groß und schwer sind, kann es passieren, dass sie sich in der Verpackung „entmischen“. Dann sorgt man durch kräftiges Aufmischen für eine gleichmäßige Anzahl pro Samen pro Gewichtseinheit, die ausgestreut wird. Wieder mit dem Rechen befördert man die Saat nun auf eine Tiefe von etwa 1 cm. Hier kann sie, sofern sie Ruhe, ausreichend Wasser und genügend Nährstoffe hat, keimen und wachsen. Gemäht wird einige Wochen später, wenn der Rasen etwa 8 cm hoch geworden ist; dann aber bitte nicht zu tief schneiden, da die Fläche nur dicht einwächst, wenn eine Mindesthöhe von 4 cm stehen bleibt.

Vorteile vom Spielrasen

Sofern der Unterboden stimmt und der Rasen gesund ist, hat der Spielrasen seine klaren Vorteile in seiner Belastbarkeit. Der Unterboden darf nicht zu locker sein, und natürlich ist Dreiradfahren auf völlig durchnässter Rasenfläche auch hier nicht ohne Folgen – doch bei „normalem Spielen“ und trockener Witterung kann hier ruhig einmal die Party abgehen. Das gilt für die Kinder, die rund um einem Sandkasten herum alles Mögliche anstellen, Federball und Fußball spielen und dabei nicht jeden Schritt sorgsam kontrollieren – aber auch für die Besucher der Gartenparty, die auf leckeres Grillfleisch warten und dabei auf dem Rasen stehen und gehen; vielleicht auch einmal mit Absatzschuhen. Kleinere Schäden, an den Halmen und in der Grasnarbe, regenerieren sich von selbst wieder, sofern das Düngen nicht unterlassen wurde. Das Bild vom Spielrasen ist nicht so sehr fein, wie beim ausdrücklichen Zierrasen – es ist jedoch ein guter Kompromiss zwischen repräsentativem Garten mit einem saftigen, nicht zu groben Grün und einer strapazierfähigen Fläche, die das Leben mit viel Besuch, mit Kindern und Hunden dennoch nicht unmöglich macht.

Den Spielrasen pflegen

Wie bei jeder Rasenfläche schadet man dem Spielrasen, wenn man ihn zu selten mäht. Das lange Gras muss regelmäßig gekürzt werden, damit eine dichte, samtig-weiche Fläche bestehen kann. Auch Mulchmähen ist gestattet. Die Schnitttiefe am Rasenmäher muss auf das richtige Maß eingestellt werden, die Kanten werden extra geschnitten. Ansonsten muss im Frühjahr und kann im Herbst vertikutiert werden. Wer nun noch im Bedarfsfall Unkraut entfernt, an das Kalken denkt und etwa vier Mal im Jahr düngt, kann den Spielrasen als Gebrauchsrasen im vielgenutzten Garten wunderbar genießen.

Spielrasen: Der Gebrauchsrasen für Familien Ein Spielrasen gibt Familien mit Kindern und Haustieren die Möglichkeit, ihren Garten bei gleichzeitig schönem Rasen auch angemessen zu nutzen. Der... mehr erfahren »
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Spielrasen: Der Gebrauchsrasen für Familien

Ein Spielrasen gibt Familien mit Kindern und Haustieren die Möglichkeit, ihren Garten bei gleichzeitig schönem Rasen auch angemessen zu nutzen.

Der falsche Rasen – ja den gibt es. Und er kann zu erheblichen Sorgen, ja sogar Streits führen. Einmal angenommen, beim Grün im Garten von Familie X handelt es sich um einen liebevoll und sorgfältig angelegten Zierrasen. Des einen (meist des Vaters) liebstes Kind, für das er ganze Samstage und etliche Wochenstunden opfert – für die anderen jedoch ein Dorn im Auge. Gerade Kinder verstehen nur sehr schlecht, warum die herrlich grüne Wiese vor dem Haus nicht zum Ballspielen, Herumtollen mit dem Hund oder Fahrradfahren geeignet ist. Doch ein Zierrasen ist eben das, was sein Name schon sagt: zur Zierde gedacht, ein Repräsentationsobjekt, das es kaum verträgt, wenn man mit glatten Sohlen bei feuchtem Wetter einmal quer darüber läuft. Es sieht nicht schön aus, wenn die Halme geknickt sind; zudem hinterlässt jegliche Belastung eine deutliche Spur in der höchst empfindlichen Grasnarbe – da bekommt der Gartenfreund hektisch-rote Flecken im Gesicht, wenn er einen Ball oder Kinderfüße nur in der Nähe des Gartens erahnt. Deswegen ist für Familien mit Haustieren und Kindern, aber auch für Gartenbesitzer, die gerne einmal im Garten „leben“ und ihn nicht nur ansehen wollen, ein Zierrasen ungeeignet. Ein Gebrauchsrasen, ein sogenannter Spielrasen, ist hier die dem Familien- und Nachbarschaftsfrieden eindeutig zuträglichere Wahl.

Was ist ein Spielrasen?

Man könnte nun lapidar die Frage mit „Ein Rasen zum darauf spielen!“ beantworten. Damit ist auch wirklich alles gesagt, ohne aber in medias res zu gehen. Einem Hausbesitzer jedoch, der gerade vor der Entscheidung steht, welche Rasenart er als Samen oder Rollrasen kaufen soll, hilft das nur bedingt weiter. Ein als Spielrasen deklarierter Gebrauchsrasen ist als fertige Rasensamen Mischung im Handel erhältlich. Hierbei gibt es feste Bestandteile diverser Samen, die aber je nach Anbieter und Mischung in unterschiedlicher Menge in der Packung prozentual enthalten sind.

Mit die wichtigste Grassorte im Spielrasen Samen ist das Deutsche Weidelgras – der Biologe kennt dieses Gras auch als „Ausdauernden Lolch“. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Süßgras, welches als sehr widerstandsfähig und damit als robustes Rasengras bekannt ist. Seine Blätter werden bis zu vier Millimeter breit und bis zu 20 Millimeter lang. Das Weidelgras reagiert gut auf eine geeignete und in Maßen durchgeführte Düngung, was dem Gartenbesitzer zugutekommt, da er die Vorbeugung gegen viele Schäden (das Gras wächst am besten bei viel Licht und stickstoffreichem Boden) selbst in die Hand nehmen kann.

Ebenfalls Bestandteile von Spielrasen Saatmischungen sind das Wiesen Rispengras und der Horst-Rot-Schwingel beziehungsweise der Haarblättrige Rotschwingel – wie bereits erwähnt, je nach Anbieter und Mischung.

Anlage von Spielrasen/Gebrauchsrasen Flächen

Wer einen strapazierfähigen Spielrasen anlegen möchte, tut dies am besten im Zeitraum zwischen April und Mai, je nach Wohnlage und spätestem Frost. Auf dem aufgelockerten und mit einem Rechen begradigten Boden wird – nach der Entfernung unerwünschter Pflanzen und einer entsprechenden Warte- und Ruhezeit – die Rasensaat Mischung für den Spielrasen gleichmäßig verteilt. Nun gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen, um zum Erfolg zu kommen: Entweder man düngt circa eine Woche vor dem Säen, um beste Bedingungen für das Keinem und Wachstum zu schaffen, oder man bringt Samen und Rasendünger gleichzeitig auf das Areal. Für beides, Dünger und Samen, gilt, dass nur enorm gleichmäßiges Arbeiten auch wirklich erfolgversprechend ist – alles andere hätte unregelmäßigen Wuchs (Dichte und Höhe) zur Folge. Wenn die Samen in einer Mischung unterschiedlich groß und schwer sind, kann es passieren, dass sie sich in der Verpackung „entmischen“. Dann sorgt man durch kräftiges Aufmischen für eine gleichmäßige Anzahl pro Samen pro Gewichtseinheit, die ausgestreut wird. Wieder mit dem Rechen befördert man die Saat nun auf eine Tiefe von etwa 1 cm. Hier kann sie, sofern sie Ruhe, ausreichend Wasser und genügend Nährstoffe hat, keimen und wachsen. Gemäht wird einige Wochen später, wenn der Rasen etwa 8 cm hoch geworden ist; dann aber bitte nicht zu tief schneiden, da die Fläche nur dicht einwächst, wenn eine Mindesthöhe von 4 cm stehen bleibt.

Vorteile vom Spielrasen

Sofern der Unterboden stimmt und der Rasen gesund ist, hat der Spielrasen seine klaren Vorteile in seiner Belastbarkeit. Der Unterboden darf nicht zu locker sein, und natürlich ist Dreiradfahren auf völlig durchnässter Rasenfläche auch hier nicht ohne Folgen – doch bei „normalem Spielen“ und trockener Witterung kann hier ruhig einmal die Party abgehen. Das gilt für die Kinder, die rund um einem Sandkasten herum alles Mögliche anstellen, Federball und Fußball spielen und dabei nicht jeden Schritt sorgsam kontrollieren – aber auch für die Besucher der Gartenparty, die auf leckeres Grillfleisch warten und dabei auf dem Rasen stehen und gehen; vielleicht auch einmal mit Absatzschuhen. Kleinere Schäden, an den Halmen und in der Grasnarbe, regenerieren sich von selbst wieder, sofern das Düngen nicht unterlassen wurde. Das Bild vom Spielrasen ist nicht so sehr fein, wie beim ausdrücklichen Zierrasen – es ist jedoch ein guter Kompromiss zwischen repräsentativem Garten mit einem saftigen, nicht zu groben Grün und einer strapazierfähigen Fläche, die das Leben mit viel Besuch, mit Kindern und Hunden dennoch nicht unmöglich macht.

Den Spielrasen pflegen

Wie bei jeder Rasenfläche schadet man dem Spielrasen, wenn man ihn zu selten mäht. Das lange Gras muss regelmäßig gekürzt werden, damit eine dichte, samtig-weiche Fläche bestehen kann. Auch Mulchmähen ist gestattet. Die Schnitttiefe am Rasenmäher muss auf das richtige Maß eingestellt werden, die Kanten werden extra geschnitten. Ansonsten muss im Frühjahr und kann im Herbst vertikutiert werden. Wer nun noch im Bedarfsfall Unkraut entfernt, an das Kalken denkt und etwa vier Mal im Jahr düngt, kann den Spielrasen als Gebrauchsrasen im vielgenutzten Garten wunderbar genießen.