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Rasenarten: Welcher Rasen für welche Nutzung?

Es gibt für beinahe jeden Nutzungswunsch und jede Lichtlage geeignete Rasenarten, die bei Neuanlage und Nachsaat gekauft werden können.

Wer einen Rasen anlegen möchte, muss sich vorher zu diesem Thema einige Gedanken machen. Immerhin gibt es verschiedene Rasenarten, die sich voneinander unterscheiden, was ihren Pflegeaufwand, ihre Nutzungsmöglichkeiten, aber auch ihr Aussehen betrifft. Auch die genaue Lage muss unter die Lupe genommen werden, da nicht jede Rasensorte für jede Lage rund um das Haus geeignet ist. Bevor man viel Mühe und Zeit, aber auch Geld in einen Rasen investiert, der dann nicht wunschgemäß genutzt werden kann oder für den man die erforderliche Zeit nicht aufbringen kann, lohnen die Denkerstunden, in denen man durch Fachliteratur, Beratung und Informationsrecherche im Internet zum individuell besten Ergebnis kommt.

Rasen ist nicht gleich Wiese

Zunächst muss einmal klargestellt werden, dass nicht jede Fläche, die grün und flach im Garten befindlich ist, auch ein Rasen ist. Befinden sich Kräuter, Klee, blühende Pflanzen und allerlei andere, bunte und verschieden blättrige Pflanzen auf einer Grünfläche, so ist dies eine Wiese und kein Rasen. Auch, wenn das Schneiden dieser Flächen mit einem Rasenmäher erledigt wird, liegt dies an der Tatsache, dass es keinen ausdrücklichen Wiesenmäher für den heimischen Garten gibt und deswegen die Bezeichnung fälschlicherweise verwendet wird. Die Wiese allerdings hat gegenüber den Rasenarten den Vorteil, dass sie, sofern sie gesund ist und voll im Saft steht, die unkomplizierteste, pflegeleichteste und wohl auch strapazierfähigste Art Grün im Garten ist. Die Deutsche Rasengesellschaft hat ganz genaue Vorstellungen darüber, welche Rasenarten wirklich als solche zählen und wann ein Stück Land, und sei es noch so nett von Blumenbeeten umgeben in einem kleinbürgerlichen Vorgarten zu finden, den Namen Rasen verdient – oder eben nicht.

Unterschiede der Rasenarten im Überblick

Der wichtigste Unterschied zwischen Rasenarten liegt wohl in der möglichen Nutzung der Fläche. Soll das Grün ein optisch perfektes Ergebnis darstellen – man spricht dann von einem Zierrasen – bedeutet dies klare Einbußen an die Belastbarkeit. Diese hat ein Spielrasen beziehungsweise ein Gebrauchsrasen, der dann aber nicht so fein und zart Halm an Halm wächst. Wer also genügend Freizeit hat, um sich dem Rasen intensiv widmen zu können und noch dazu ein repräsentatives Gartenareal Nachbarn und Besuchern zeigen möchte, der wählt den Zierrasen, stets darauf bedacht, dass keine unnötigen Schritte auf dem empfindlichen Stück Land gegangen werden, dass kein Ball darauf rollt oder gar jemand mit High Heels hier unterwegs ist. Bis auf die hochhackigen Schuhe, die wohl jedem Rasenbesitzer ein Dorn im Auge sind, kann der Gebrauchsrasen dies alles wunderbar ab. Er regeneriert sich schneller und kann deswegen viel mehr Belastung vertragen, als sein nur als Zierde gedachter Kollege im anderen Garten. Doch Spielrasen und Zierrasen sind nicht die beiden einzigen Rasenarten, die es gibt.

Auch die Lage der Rasenfläche muss mit der gewünschten Rasenart zusammen passen. So kann nicht jede Rasensaat in einer absoluten Schattenlage ausgesät werden. Die Unterschiede zwischen allen im Handel erhältlichen Rasenarten begründen sich im unterschiedlichen Mischungsverhältnis der Saaten, das jeweils auf die Nutzung und die Lage abgestimmt ist. Prinzipiell gibt es nur sehr wenige besondere Situationen, die einen Rasen als Grünfläche ausschließen. Doch um Ärger, Geld, vergebene Mühe und Zeit zu sparen, muss die Auswahl sorgfältig nach den Gegebenheiten und individuellen Wünschen getroffen werden – und die Entscheidung auch Bestand haben, denn nur mit viel Aufwand ist die Nutzungsänderung eines Rasenareals zu realisieren. Das ist eine Arbeit beziehungsweise Investition, die man sich nicht jedes Jahr wünscht.

Die wesentlichen Kategorien, nach denen das Bundessortenamt und die Deutsche Rasengesellschaft die Rasenarten unterteilt, sind:

Der Zierrasen, wenig belastbar, dafür wunderschönes Aussehen, sehr pflegeintensiv
Der Gebrauchsrasen, auch Spielrasen, strapazierfähig, mäßig pflegeintensiv, gute Optik
Der Strapazierrasen für Areale mit hoher Belastung, zum Beispiel für Gartenpartys
Der Tiefschnittrasen, verträgt auch einen niedrigen Gräserstand
Der Landschaftsrasen, geeignet für sehr große Flächen

Lässt man die besonderen Wünsche mancher Hausbesitzer einmal außen vor, so ist der Gebrauchsrasen die häufigste Rasenart, die rund um private Wohnhäuser gesät wird. Vor allem Familien mit Kindern und Haustieren wollen einen Garten beziehungsweise Rasen, der nicht zum pausenlosen Arbeitsaufwand mutiert, der zudem aber belastbar und dennoch vorzeigbar ist. Auch die Fähigkeit sich bei kleineren Schäden selbständig zu regenerieren, sollte der Rasen im Sinne dieser Familien mitbringen.

Sonderfall Schattenrasen

In vielen Gärten gibt es „dunkle Ecken“ im Sinne von Bereichen, in denen die Sonne wenig bis keinen Stellenwert hat. Viele Rasensorten beziehungsweise Gräserarten lieben jedoch die direkte Sonneneinstrahlung und kommen ohne sie auch nicht richtig „auf die Beine“. Wer hier den Schatten ignoriert und einfach „irgendeine“, etwa nur auf die Nutzung ausgerichtete Rasensamenmischung kauft, wird vergebens auf ein schönes Ergebnis warten – bei aller Mühe, die man sich durch Rasenpflege und Düngen gibt. Nur ausgewiesene Schattenrasen können hier überhaupt gedeihen. Vollständige Schattenlagen sind von jeher ein Problem für den Rasen. Sobald die Sonne nur eine kurze Zeit am Tag ihre Strahlen hierhin schickt, sieht das schon ganz anders aus. Ungünstig stehende Mauern, große Bäume und andere Dinge können dafür sorgen, dass ein Areal vom Garten ganztägig im Schatten liegt. Im Zweifelsfall sollte der Gartenbesitzer für diese Bereiche eine Alternative zum Rasen suchen – manche Beete mit Blumen eignen sich für diese Lage, ansonsten gibt es viele Arten vom sogenannten „Bodendecker“, der hier Grünfläche schafft, allerdings mit wenig Ähnlichkeit zum Wunschbild Rasen. Schattenrasen ist eingeschränkt belastbar und darf auch nicht so tief geschnitten werden, wie es bei anderen Rasenarten möglich ist.

Umdenken – hitzeresistente Rasenarten säen

Der deutsche Garten ist dem Klimawandel nicht weniger ausgesetzt, als die Landwirtschaft. Deswegen müssen auch Rasenflächen an die veränderten Gegebenheiten angepasst werden. Wer heute einen Rasen anlegen möchte, sollte überlegen, ob er angesichts höherer Temperaturen im Sommer und länger andauernden Trockenphasen nicht gleich eine der eher hitzeresistenten Rasenarten auswählen sollte. In diesen ausdrücklich gekennzeichneten Rasensamen Mischungen sind mehr Gräser enthalten, die tiefere Wurzeln ausbilden. Diese Wurzeln ragen so weit in den Boden, dass sie auch bei Hitze nicht austrocknen. Gräser, deren Wurzeln nur knapp unter der Oberfläche liegen, können auch nur vom Wasser profitieren, das sich dort befindet. Trocknet der Boden hier aus, leidet die Pflanze unter Flüssigkeitsmangel. Die hitzeresistenten Gräser im Rasen müssen folglich weniger bewässert werden und sind auch in der Rasenpflege nicht so anspruchsvoll; hier muss nicht so oft gemäht werden.

Rasenarten: Welcher Rasen für welche Nutzung? Es gibt für beinahe jeden Nutzungswunsch und jede Lichtlage geeignete Rasenarten, die bei Neuanlage und Nachsaat gekauft werden können. Wer einen... mehr erfahren »
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Rasenarten: Welcher Rasen für welche Nutzung?

Es gibt für beinahe jeden Nutzungswunsch und jede Lichtlage geeignete Rasenarten, die bei Neuanlage und Nachsaat gekauft werden können.

Wer einen Rasen anlegen möchte, muss sich vorher zu diesem Thema einige Gedanken machen. Immerhin gibt es verschiedene Rasenarten, die sich voneinander unterscheiden, was ihren Pflegeaufwand, ihre Nutzungsmöglichkeiten, aber auch ihr Aussehen betrifft. Auch die genaue Lage muss unter die Lupe genommen werden, da nicht jede Rasensorte für jede Lage rund um das Haus geeignet ist. Bevor man viel Mühe und Zeit, aber auch Geld in einen Rasen investiert, der dann nicht wunschgemäß genutzt werden kann oder für den man die erforderliche Zeit nicht aufbringen kann, lohnen die Denkerstunden, in denen man durch Fachliteratur, Beratung und Informationsrecherche im Internet zum individuell besten Ergebnis kommt.

Rasen ist nicht gleich Wiese

Zunächst muss einmal klargestellt werden, dass nicht jede Fläche, die grün und flach im Garten befindlich ist, auch ein Rasen ist. Befinden sich Kräuter, Klee, blühende Pflanzen und allerlei andere, bunte und verschieden blättrige Pflanzen auf einer Grünfläche, so ist dies eine Wiese und kein Rasen. Auch, wenn das Schneiden dieser Flächen mit einem Rasenmäher erledigt wird, liegt dies an der Tatsache, dass es keinen ausdrücklichen Wiesenmäher für den heimischen Garten gibt und deswegen die Bezeichnung fälschlicherweise verwendet wird. Die Wiese allerdings hat gegenüber den Rasenarten den Vorteil, dass sie, sofern sie gesund ist und voll im Saft steht, die unkomplizierteste, pflegeleichteste und wohl auch strapazierfähigste Art Grün im Garten ist. Die Deutsche Rasengesellschaft hat ganz genaue Vorstellungen darüber, welche Rasenarten wirklich als solche zählen und wann ein Stück Land, und sei es noch so nett von Blumenbeeten umgeben in einem kleinbürgerlichen Vorgarten zu finden, den Namen Rasen verdient – oder eben nicht.

Unterschiede der Rasenarten im Überblick

Der wichtigste Unterschied zwischen Rasenarten liegt wohl in der möglichen Nutzung der Fläche. Soll das Grün ein optisch perfektes Ergebnis darstellen – man spricht dann von einem Zierrasen – bedeutet dies klare Einbußen an die Belastbarkeit. Diese hat ein Spielrasen beziehungsweise ein Gebrauchsrasen, der dann aber nicht so fein und zart Halm an Halm wächst. Wer also genügend Freizeit hat, um sich dem Rasen intensiv widmen zu können und noch dazu ein repräsentatives Gartenareal Nachbarn und Besuchern zeigen möchte, der wählt den Zierrasen, stets darauf bedacht, dass keine unnötigen Schritte auf dem empfindlichen Stück Land gegangen werden, dass kein Ball darauf rollt oder gar jemand mit High Heels hier unterwegs ist. Bis auf die hochhackigen Schuhe, die wohl jedem Rasenbesitzer ein Dorn im Auge sind, kann der Gebrauchsrasen dies alles wunderbar ab. Er regeneriert sich schneller und kann deswegen viel mehr Belastung vertragen, als sein nur als Zierde gedachter Kollege im anderen Garten. Doch Spielrasen und Zierrasen sind nicht die beiden einzigen Rasenarten, die es gibt.

Auch die Lage der Rasenfläche muss mit der gewünschten Rasenart zusammen passen. So kann nicht jede Rasensaat in einer absoluten Schattenlage ausgesät werden. Die Unterschiede zwischen allen im Handel erhältlichen Rasenarten begründen sich im unterschiedlichen Mischungsverhältnis der Saaten, das jeweils auf die Nutzung und die Lage abgestimmt ist. Prinzipiell gibt es nur sehr wenige besondere Situationen, die einen Rasen als Grünfläche ausschließen. Doch um Ärger, Geld, vergebene Mühe und Zeit zu sparen, muss die Auswahl sorgfältig nach den Gegebenheiten und individuellen Wünschen getroffen werden – und die Entscheidung auch Bestand haben, denn nur mit viel Aufwand ist die Nutzungsänderung eines Rasenareals zu realisieren. Das ist eine Arbeit beziehungsweise Investition, die man sich nicht jedes Jahr wünscht.

Die wesentlichen Kategorien, nach denen das Bundessortenamt und die Deutsche Rasengesellschaft die Rasenarten unterteilt, sind:

Der Zierrasen, wenig belastbar, dafür wunderschönes Aussehen, sehr pflegeintensiv
Der Gebrauchsrasen, auch Spielrasen, strapazierfähig, mäßig pflegeintensiv, gute Optik
Der Strapazierrasen für Areale mit hoher Belastung, zum Beispiel für Gartenpartys
Der Tiefschnittrasen, verträgt auch einen niedrigen Gräserstand
Der Landschaftsrasen, geeignet für sehr große Flächen

Lässt man die besonderen Wünsche mancher Hausbesitzer einmal außen vor, so ist der Gebrauchsrasen die häufigste Rasenart, die rund um private Wohnhäuser gesät wird. Vor allem Familien mit Kindern und Haustieren wollen einen Garten beziehungsweise Rasen, der nicht zum pausenlosen Arbeitsaufwand mutiert, der zudem aber belastbar und dennoch vorzeigbar ist. Auch die Fähigkeit sich bei kleineren Schäden selbständig zu regenerieren, sollte der Rasen im Sinne dieser Familien mitbringen.

Sonderfall Schattenrasen

In vielen Gärten gibt es „dunkle Ecken“ im Sinne von Bereichen, in denen die Sonne wenig bis keinen Stellenwert hat. Viele Rasensorten beziehungsweise Gräserarten lieben jedoch die direkte Sonneneinstrahlung und kommen ohne sie auch nicht richtig „auf die Beine“. Wer hier den Schatten ignoriert und einfach „irgendeine“, etwa nur auf die Nutzung ausgerichtete Rasensamenmischung kauft, wird vergebens auf ein schönes Ergebnis warten – bei aller Mühe, die man sich durch Rasenpflege und Düngen gibt. Nur ausgewiesene Schattenrasen können hier überhaupt gedeihen. Vollständige Schattenlagen sind von jeher ein Problem für den Rasen. Sobald die Sonne nur eine kurze Zeit am Tag ihre Strahlen hierhin schickt, sieht das schon ganz anders aus. Ungünstig stehende Mauern, große Bäume und andere Dinge können dafür sorgen, dass ein Areal vom Garten ganztägig im Schatten liegt. Im Zweifelsfall sollte der Gartenbesitzer für diese Bereiche eine Alternative zum Rasen suchen – manche Beete mit Blumen eignen sich für diese Lage, ansonsten gibt es viele Arten vom sogenannten „Bodendecker“, der hier Grünfläche schafft, allerdings mit wenig Ähnlichkeit zum Wunschbild Rasen. Schattenrasen ist eingeschränkt belastbar und darf auch nicht so tief geschnitten werden, wie es bei anderen Rasenarten möglich ist.

Umdenken – hitzeresistente Rasenarten säen

Der deutsche Garten ist dem Klimawandel nicht weniger ausgesetzt, als die Landwirtschaft. Deswegen müssen auch Rasenflächen an die veränderten Gegebenheiten angepasst werden. Wer heute einen Rasen anlegen möchte, sollte überlegen, ob er angesichts höherer Temperaturen im Sommer und länger andauernden Trockenphasen nicht gleich eine der eher hitzeresistenten Rasenarten auswählen sollte. In diesen ausdrücklich gekennzeichneten Rasensamen Mischungen sind mehr Gräser enthalten, die tiefere Wurzeln ausbilden. Diese Wurzeln ragen so weit in den Boden, dass sie auch bei Hitze nicht austrocknen. Gräser, deren Wurzeln nur knapp unter der Oberfläche liegen, können auch nur vom Wasser profitieren, das sich dort befindet. Trocknet der Boden hier aus, leidet die Pflanze unter Flüssigkeitsmangel. Die hitzeresistenten Gräser im Rasen müssen folglich weniger bewässert werden und sind auch in der Rasenpflege nicht so anspruchsvoll; hier muss nicht so oft gemäht werden.