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Organischer Rasendünger – was ist das?

Organischer Rasendünger besteht aus natürlichen Bestandteilen, die konfektioniert und zu anwenderfreundlichen Erzeugnissen verarbeitet wurden.

Ein organischer Rasendünger ließe sich ganz kurz gefasst als Gegenteil vom mineralischen Düngemittel beschreiben. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich hier um Düngemittel, die nur natürliche Komponenten enthalten – in aufbereiteter oder reiner Form, je nachdem, um welches Erzeugnis es sich handelt. Im mineralischen Dünger befinden sich Salze, die einen oder mehrere Nährstoffe für das jeweilige Anwendungsgebiet (nicht nur für den Rasen) enthalten. Organische Düngestoffe lassen sich nicht auf einen einzigen Nährstoff, etwa Magnesium oder Stickstoff, reduzieren. Sie eignen sich auch nicht für eine gezielte Behandlung einer bestimmten Mangelerscheinung, sondern sind für eine optimale Grundversorgung über eine lange Zeit gedacht.

Rasen mulchen – auch ein organischer Rasendünger

Eine bei einem gesunden Rasen probate Methode, das zusätzliche Düngen zu reduzieren, ist das Mulchmähen, das nichts anderes ist, als das Rasenmähen – mit dem Unterschied, dass die abgeschnittenen Grasstücke nicht entsorgt, sondern auf der Rasenoberfläche liegen gelassen werden. Gartenbesitzer, die ihren Rasen beim Mähen mulchen, müssen öfter rasenmähen, als jene, die ihr Grüngut entsorgen, also beispielsweise kompostieren oder zur Annahmestelle fahren. Die Abschnitte müssen sehr klein sein, da sie sonst eine luftdichte Schicht bilden, die auch die Sonne nicht mehr durchlässt. Wird das Mulchmähen aber richtig durchgeführt – hierzu gibt es geeignete Mulchmäher in unterschiedlichen Formen – bringt der Rasenabschnitt das in den Boden zurück, was die Pflanzen für ein perfektes Wachstum benötigen. Die Verwendung weiterer Dünger reduziert sich von regelmäßig anfallenden Dünge-Maßnahmen auf eine Nothilfe bei akuten Problemen und eine Erstversorgung vor der ersten Wachstumsperiode der Rasenpflanzen.

Weitere organische Rasendünger

Die Liste organischer Düngemittel ist lang. Sie werden oft miteinander kombiniert, um ein ausgewogenes Verhältnis von Nährstoffen zu erzielen. Als anwendungsbereites Erzeugnis finden sich die meisten organischen Dünger in Form von Streugut verschiedenster Korngrößen in unterschiedlichen Packungsgrößen. So kann auch organischer Rasendünger sehr einfach angewandt werden. Dazu werden aber unter Umständen die einzelnen Rohbestandteile aufbereitet und weiter verarbeitet. Oft würde es zu viel Mühe machen, natürliche Stoffe so zu zerkleinern und zu verteilen, dass es dem Rasen zugute kommt und nicht durch zu große oder schlecht verteilbare Bestandteile eher Schaden anrichtet. Die wichtigsten organischen Düngemittel (beziehungsweise Bestandteile derer) sind im Folgenden kurz zusammengefasst:

Hornspäne und Hornmehl: Das Horn getöteter Schlachttiere (Hufe, Hörner) landet nicht im Müll, sondern wird als Düngemittel weiter verwendet. Dabei gibt es verschiedene Korngrößen, begonnen beim Mehl über Gries bis hin zu kleineren und größeren Spänen. Für den Rasen sind eher kleinere Stücke von Vorteil; die großen Späne lassen sich nur schlecht in den Boden einarbeiten, ohne die Oberfläche zu verschließen. Horn ist als organisches Material relativ gut abbaubar – aus dem Mehl lösen sich Nährstoffe, vor allem Stickstoff, schneller, als aus den größeren Korngrößen. Wer Hornmehl und Horngries miteinander als organischen Rasendünger verwendet, gibt dem Boden ein schneller und ein langsamer wirkendes Düngemittel – das bedeutet, für mehrere Wochen ausreichend Düngemittel gegeben zu haben. Eine Soforthilfe, wie mit mineralischem Rasendünger, ist – wie bei den meisten rein organischen Düngemitteln – nicht möglich. Da Hornspäne und Hornmehl erst zersetzt werden müssen, damit die Nährstoffe frei werden, hängt die Dauer bis zur ersten Wirkung und die Nachhaltigkeit der Düngewirkung von den äußeren Umständen – also Boden- und Umgebungstemperatur, Luftzufuhr im Erdreich und der Feuchtigkeit.

 

Kompost: Nach Möglichkeit hat ja jeder, der einen eigenen Garten besitzt, auch einen eigenen Komposthaufen. Auf diesem landen Pflanzenreste – wer aufs Mulchmähen verzichtet, lässt hier auch seinen Rasenabschnitt und sonstige biologische Abfälle verrotten. Den eigenen Kompost als Rasendünger zu verwenden, ist relativ schwierig, da er zerkleinert werden muss. Der im organischen Rasendünger enthaltene Kompost wurde konfektioniert – das bedeutet, der fertige Kompost wird durch Zerkleinern und Aussieben größerer Bestandteile auf ein anwendungsfreundliches Maß gebracht. In den fertig zu kaufenden organischen Erzeugnissen befindet sich fast immer Kompost als Anteil. Den heimischen Kompost verwenden Gartenbesitzer zur Aufbereitung von Erdreich in Gemüsebeeten, Blumenbeeten oder Pflanzkübeln. Hier kann ruhig einmal ein größeres, nicht verrottetes Reststückchen enthalten sein – die großen Pflanzen werden das verschmerzen. Landet ein solches Restchen allerdings auf der Rasenoberfläche, wird dort kein Gras mehr wachsen.

 

Klärschlamm: Im Klärschlamm ist naturgemäß viel Stickstoff, Kalk und Phosphor enthalten; ebenso ist er reich an Magnesium sowie Kalium. Die Verwendung als organischer Dünger ist problematisch, da leider auch Schwermetalle und andere Schadstoffe enthalten sein können. Seinen Platz als Düngemittel(-bestandteil) hat Klärschlamm deswegen in der Landwirtschaft; hier regelt den Gebrauch aber die sogenannte Klärschlammverordnung beziehungsweise parallel dazu die Düngemittelverordnung. Die Problematik besteht darin, dass bei Verwendung von mit Schadstoffen belastetem Klärschlamm Nutzflächen und Grundwasser kontaminiert werden und die Schwermetalle etc. in Lebensmittel übergehen.

 

Tierischer Mist: Sehr oft sind verschiedene Mist- und Dungarten im organischen Dünger enthalten. Pferdemist, Kuhmist, Hühnermist und Co. enthalten Anteil von pflanzlichen Futtermitteln, Streumaterial (Holzspäne und Stroh) und natürlich die Ausscheidungen der Tiere. Dies zusammen ist ein wunderbar gehaltvoller Dünger, der in aufbereiteter Form in den Düngepräparaten, die man schön gekörnt und streufähig kaufen kann, in Teilen enthalten ist.


Der Rat vom Rasenexperten:

Rein organischer Dünger setzt den Rasen nicht der Gefahr von Überdüngung und daraus resultierenden Verbrennungen aus, wie es bei mineralischem Dünger der Fall ist. In der Regel wirken aber organische Dünger langsamer, sodass eine Mischung aus mineralischen und organischen Komponenten für eine Schnell- und zugleich Langzeitversorgung die erfolgreichere Wahl ist. Für den Boden, das Grundwasser und die Umwelt sind organische Düngemittel natürlich die optimale Wahl. Angereichert mit einem gewissen Anteil an mineralischen Bestandteilen macht man an die Umweltverträglichkeit nur wenige Abstriche, bekommt aber ein ideales Ergebnis, wenn es um die Nährstoffversorgung von Rasen geht – mit Sofortwirkung und Langzeiteffekt, sodass nicht alle paar Wochen gedüngt werden muss.

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Organischer Rasendünger – was ist das?

Organischer Rasendünger besteht aus natürlichen Bestandteilen, die konfektioniert und zu anwenderfreundlichen Erzeugnissen verarbeitet wurden.

Ein organischer Rasendünger ließe sich ganz kurz gefasst als Gegenteil vom mineralischen Düngemittel beschreiben. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich hier um Düngemittel, die nur natürliche Komponenten enthalten – in aufbereiteter oder reiner Form, je nachdem, um welches Erzeugnis es sich handelt. Im mineralischen Dünger befinden sich Salze, die einen oder mehrere Nährstoffe für das jeweilige Anwendungsgebiet (nicht nur für den Rasen) enthalten. Organische Düngestoffe lassen sich nicht auf einen einzigen Nährstoff, etwa Magnesium oder Stickstoff, reduzieren. Sie eignen sich auch nicht für eine gezielte Behandlung einer bestimmten Mangelerscheinung, sondern sind für eine optimale Grundversorgung über eine lange Zeit gedacht.

Rasen mulchen – auch ein organischer Rasendünger

Eine bei einem gesunden Rasen probate Methode, das zusätzliche Düngen zu reduzieren, ist das Mulchmähen, das nichts anderes ist, als das Rasenmähen – mit dem Unterschied, dass die abgeschnittenen Grasstücke nicht entsorgt, sondern auf der Rasenoberfläche liegen gelassen werden. Gartenbesitzer, die ihren Rasen beim Mähen mulchen, müssen öfter rasenmähen, als jene, die ihr Grüngut entsorgen, also beispielsweise kompostieren oder zur Annahmestelle fahren. Die Abschnitte müssen sehr klein sein, da sie sonst eine luftdichte Schicht bilden, die auch die Sonne nicht mehr durchlässt. Wird das Mulchmähen aber richtig durchgeführt – hierzu gibt es geeignete Mulchmäher in unterschiedlichen Formen – bringt der Rasenabschnitt das in den Boden zurück, was die Pflanzen für ein perfektes Wachstum benötigen. Die Verwendung weiterer Dünger reduziert sich von regelmäßig anfallenden Dünge-Maßnahmen auf eine Nothilfe bei akuten Problemen und eine Erstversorgung vor der ersten Wachstumsperiode der Rasenpflanzen.

Weitere organische Rasendünger

Die Liste organischer Düngemittel ist lang. Sie werden oft miteinander kombiniert, um ein ausgewogenes Verhältnis von Nährstoffen zu erzielen. Als anwendungsbereites Erzeugnis finden sich die meisten organischen Dünger in Form von Streugut verschiedenster Korngrößen in unterschiedlichen Packungsgrößen. So kann auch organischer Rasendünger sehr einfach angewandt werden. Dazu werden aber unter Umständen die einzelnen Rohbestandteile aufbereitet und weiter verarbeitet. Oft würde es zu viel Mühe machen, natürliche Stoffe so zu zerkleinern und zu verteilen, dass es dem Rasen zugute kommt und nicht durch zu große oder schlecht verteilbare Bestandteile eher Schaden anrichtet. Die wichtigsten organischen Düngemittel (beziehungsweise Bestandteile derer) sind im Folgenden kurz zusammengefasst:

Hornspäne und Hornmehl: Das Horn getöteter Schlachttiere (Hufe, Hörner) landet nicht im Müll, sondern wird als Düngemittel weiter verwendet. Dabei gibt es verschiedene Korngrößen, begonnen beim Mehl über Gries bis hin zu kleineren und größeren Spänen. Für den Rasen sind eher kleinere Stücke von Vorteil; die großen Späne lassen sich nur schlecht in den Boden einarbeiten, ohne die Oberfläche zu verschließen. Horn ist als organisches Material relativ gut abbaubar – aus dem Mehl lösen sich Nährstoffe, vor allem Stickstoff, schneller, als aus den größeren Korngrößen. Wer Hornmehl und Horngries miteinander als organischen Rasendünger verwendet, gibt dem Boden ein schneller und ein langsamer wirkendes Düngemittel – das bedeutet, für mehrere Wochen ausreichend Düngemittel gegeben zu haben. Eine Soforthilfe, wie mit mineralischem Rasendünger, ist – wie bei den meisten rein organischen Düngemitteln – nicht möglich. Da Hornspäne und Hornmehl erst zersetzt werden müssen, damit die Nährstoffe frei werden, hängt die Dauer bis zur ersten Wirkung und die Nachhaltigkeit der Düngewirkung von den äußeren Umständen – also Boden- und Umgebungstemperatur, Luftzufuhr im Erdreich und der Feuchtigkeit.

 

Kompost: Nach Möglichkeit hat ja jeder, der einen eigenen Garten besitzt, auch einen eigenen Komposthaufen. Auf diesem landen Pflanzenreste – wer aufs Mulchmähen verzichtet, lässt hier auch seinen Rasenabschnitt und sonstige biologische Abfälle verrotten. Den eigenen Kompost als Rasendünger zu verwenden, ist relativ schwierig, da er zerkleinert werden muss. Der im organischen Rasendünger enthaltene Kompost wurde konfektioniert – das bedeutet, der fertige Kompost wird durch Zerkleinern und Aussieben größerer Bestandteile auf ein anwendungsfreundliches Maß gebracht. In den fertig zu kaufenden organischen Erzeugnissen befindet sich fast immer Kompost als Anteil. Den heimischen Kompost verwenden Gartenbesitzer zur Aufbereitung von Erdreich in Gemüsebeeten, Blumenbeeten oder Pflanzkübeln. Hier kann ruhig einmal ein größeres, nicht verrottetes Reststückchen enthalten sein – die großen Pflanzen werden das verschmerzen. Landet ein solches Restchen allerdings auf der Rasenoberfläche, wird dort kein Gras mehr wachsen.

 

Klärschlamm: Im Klärschlamm ist naturgemäß viel Stickstoff, Kalk und Phosphor enthalten; ebenso ist er reich an Magnesium sowie Kalium. Die Verwendung als organischer Dünger ist problematisch, da leider auch Schwermetalle und andere Schadstoffe enthalten sein können. Seinen Platz als Düngemittel(-bestandteil) hat Klärschlamm deswegen in der Landwirtschaft; hier regelt den Gebrauch aber die sogenannte Klärschlammverordnung beziehungsweise parallel dazu die Düngemittelverordnung. Die Problematik besteht darin, dass bei Verwendung von mit Schadstoffen belastetem Klärschlamm Nutzflächen und Grundwasser kontaminiert werden und die Schwermetalle etc. in Lebensmittel übergehen.

 

Tierischer Mist: Sehr oft sind verschiedene Mist- und Dungarten im organischen Dünger enthalten. Pferdemist, Kuhmist, Hühnermist und Co. enthalten Anteil von pflanzlichen Futtermitteln, Streumaterial (Holzspäne und Stroh) und natürlich die Ausscheidungen der Tiere. Dies zusammen ist ein wunderbar gehaltvoller Dünger, der in aufbereiteter Form in den Düngepräparaten, die man schön gekörnt und streufähig kaufen kann, in Teilen enthalten ist.


Der Rat vom Rasenexperten:

Rein organischer Dünger setzt den Rasen nicht der Gefahr von Überdüngung und daraus resultierenden Verbrennungen aus, wie es bei mineralischem Dünger der Fall ist. In der Regel wirken aber organische Dünger langsamer, sodass eine Mischung aus mineralischen und organischen Komponenten für eine Schnell- und zugleich Langzeitversorgung die erfolgreichere Wahl ist. Für den Boden, das Grundwasser und die Umwelt sind organische Düngemittel natürlich die optimale Wahl. Angereichert mit einem gewissen Anteil an mineralischen Bestandteilen macht man an die Umweltverträglichkeit nur wenige Abstriche, bekommt aber ein ideales Ergebnis, wenn es um die Nährstoffversorgung von Rasen geht – mit Sofortwirkung und Langzeiteffekt, sodass nicht alle paar Wochen gedüngt werden muss.