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Mineralischer Rasendünger – Vorteile und Nachteile

Mineralischer Rasendünger ist nicht zur Basisversorgung der Rasenpflanzen geeignet, leistet aber schnelle und wertvolle Hilfe im akuten Notfall.

Gartenbesitzer, die auf der Suche nach dem richtigen Rasendünger sind, stoßen während ihrer Recherche meistens auf drei Erzeugnis-Gruppen: Es gibt mineralischen Rasendünger, mineralisch-organische Produkte und rein organische Erzeugnisse zu kaufen.

Organische Düngemittel stammen aus der Natur und sind höchstens aufbereitet, um sie für die Anwendung praktischer und angenehmer zu machen. Zu dieser Gruppe gehören Kompost, Kuhmist oder Hühnerdung und alle Arten von Hornspänen beziehungsweise Hornmehl. Organische Düngemittel sind die am langsamsten wirkenden Mittel, da sie erst zersetzt werden müssen, bevor die Nährstoffe im Boden freigesetzt werden.

Mineralischer Dünger, der in diesen drei Gruppen schnellste Dünger, ist künstlich hergestellt oder aber ein im Bergbau gewonnenes Produkt. Hier sind Mineralstoffe in unterschiedlichen Zusammensetzungen zu finden, auch einzelne Minerale zur gezielten Düngung bei bestimmten Voraussetzungen oder Problemen können gekauft werden. Mineralische Dünger werden als Granulat zum Streuen oder als Salz(gemisch)e zum Auflösen für die Weiterverwendung als Flüssigdünger hergestellt. Das wohl bekannteste mineralische Düngemittel ist Blaukorn.

Mineralisch-organischer Dünger ist ein Gemisch aus den beiden genannten Kategorien. Diese werden für einen Rasendünger zum Beispiel so zusammengesetzt, dass eine sofortige Wirkung durch die Mineralstoffe einsetzt, durch die organischen Bestandteile aber auch eine Langzeitwirkung zu erzielen ist.

Wie ist mineralischer Rasendünger zusammengesetzt?

Damit Gräser, aus denen Rasen besteht (und andere Pflanzen) gedeihen können, benötigen sie in der Hauptsache Stickstoff, Kalium, Calzium und Phosphor. Im Periodensystem der Elemente sind die Zeichen für diese Elemente N, K, Ca und P – so sind die enthaltenen Stoffe oft auch in der Liste der Inhaltsstoffe eines Produktes auf der Packung abgekürzt. Weiterhin sind Eisen, Magnesium und Schwefel allgemeine Bestandteile von mineralischem Dünger (chemische Zeichen Fe, Mg und S). Dies sind nur die allerwichtigsten Komponenten, die in ihrer Mengenzusammensetzung und in der Kombination mit anderen, nur in feinsten Dosen enthaltenen Mineralstoffe variieren, je nach Hersteller und Produkt. Spezifische Dünger für bestimmte Pflanzen (vgl. Rhododendrondünger), Blumendünger, Rasendünger: All dies sind verschiedene Produkte mit völlig unterschiedlichen Stoffgemischen. Weiterhin können bestimmte Mangelerscheinungen, zum Beispiel ein Boden mit Magnesiummangel, mit einem Dünger behandelt werden, die nur einen einzigen Mineralstoff – hier eben Magnesium – enthalten. So kann gezielt gegen eine bestimmte Problematik vorgegangen werden.

Wie wirkt mineralischer Rasendünger?

Die Nährstoffe für den Rasen sind im mineralischen Dünger in Form von Salzen gebunden. Diese lösen sich im Boden bei Kontakt mit Wasser auf – bei Regen oder Bewässerung, zum Beispiel durch einen Rasensprenger. Dann stehen die Stoffe den Wurzeln zur Aufnahme zur Verfügung und können schnell verwertet werden. Durch diese Tatsache wirkt mineralischer Rasendünger sehr schnell. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass eine zu trockene Umgebung mit mineralischem Düngemittel nicht viel anfangen kann, da sich die Salze nicht auflösen und damit die Nährstoffe nicht oder zumindest nicht zur gewünschten Zeit aufgenommen werden können.

Vorzüge vom mineralischen Dünger

Der große Pluspunkt von mineralischen Düngestoffen ist deren schnelle Wirkung. Man bringt ihn auf der Fläche aus, bewässert diese und schon setzt die Auflösung der Salzverbindungen ein. Sofort nach dem Kontakt mit Wasser stehen die entsprechenden Stoffe also den Pflanzen in aufnahmebereiter Weise zur Verfügung. Das bringt einen großen Vorteil, wenn akutes Handeln angesagt ist, weil etwa eine Bodenprobe einen Magnesium- oder Stickstoffmangel im Boden ergeben hat und der Rasen auch dementsprechend kümmerlich aussieht. Je nach Art der Mangelerscheinungen wird ein Einzelnährstoff (zum Beispiel Stickstoffdünger) genutzt oder ein Mehrnährstoff Erzeugnis angewandt. Bei richtiger Anwendung und stimmiger Dosierung ist ein schnelles Ergebnis garantiert – über eine Langzeitwirkung entscheidet die sonstige Zusammensetzung des Düngemittels. Fehlen organische Komponenten oder Bestandteile, die sich im Boden länger halten beziehungsweise später freisetzen, erzielt man mit mineralischem Dünger nur schnelle, nicht aber dauerhafte schöne Ergebnisse.

Ein weiterer Vorteil der mineralischen Düngemittel ist deren lange Haltbarkeit hinsichtlich der Aufbewahrung. Sofern er trocken gelagert wird, beeinträchtigt eine auch lange andauernde Lagerzeit den Wirkstoffgehalt des Düngers nicht. Zudem ist er leicht zu besorgen – er kann sogar im Internet direkt nach Hause an die Gartentüre bestellt werden. Außerdem ist seine Anwendung sehr einfach – ein Streuwagen hilft, aber auch mit der Hand gelingt das Ausbringen mit etwas Übung.

Mineralischer Rasendünger hat auch Nachteile

Übertreibt man es mit dem Verteilen von mineralischem Rasendünger, kann man – zum Beispiel in der Annahme, dass eine große Menge Düngemittel auch sehr gut hilft – Schäden am Gewebe der Pflanze anrichten. Der Rasen sieht aus, als wäre er verbrannt; letztendlich entsteht dieser Folgeschaden aber durch die hohe Salzkonzentration, mit denen die Gräser in Kontakt kommen. Ebenso hat eine Überdosierung eine zwar vorübergehende, jedoch gravierende Schädigung des Bodens zur Folge. Ist ein Stück Garten oder Agrarland erst einmal überdüngt, wird es Jahre dauern, bis hier wieder „normale“ Verhältnisse herrschen. Man muss auch bedenken, dass die Salze in das Grundwasser geraten und man damit der Umwelt keinen Gefallen tut. Dies ist vor allem auf landwirtschaftlich genutzten Arealen ein Risikofaktor.

Wo regelmäßig ein rein mineralischer Dünger zur Anwendung kommt, leiden die natürlichen Mikroorganismen im Erdreich erheblich; sie können sogar gänzlich verschwinden, was der Bodenqualität enorm schadet. Zudem wird der Boden über die Maßen ausgelaugt.

Fazit:

Mineralischer Rasendünger kann im Notfall wertvolle Dienste leisten. Jedoch ist eine strikte Befolgung der Anwendungshinweise, vor allem in Bezug auf die richtige Dosierung (Gramm pro Quadratmeter Rasen) unbedingt zu befolgen, um Schäden zu vermeiden. Da eine langanhaltende Wirkung eher ausgeschlossen ist und man mit dem Dünger nur Notfallhilfe leistet, ist mineralischer Dünger nicht die geeignete Bodennahrung für die Basisversorgung der Rasenpflanzen. Für diese Grundversorgung mit Nährstoffen werden mineralisch-organische Rasendünger empfohlen. Sie verbessern auch nachhaltig die Bodenqualität, leisten durch ihre natürlichen Bestandteile einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bodenorganismen und bieten dennoch schnelle Hilfe durch die in Salzform enthaltenen Nährstoffe.

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Mineralischer Rasendünger – Vorteile und Nachteile

Mineralischer Rasendünger ist nicht zur Basisversorgung der Rasenpflanzen geeignet, leistet aber schnelle und wertvolle Hilfe im akuten Notfall.

Gartenbesitzer, die auf der Suche nach dem richtigen Rasendünger sind, stoßen während ihrer Recherche meistens auf drei Erzeugnis-Gruppen: Es gibt mineralischen Rasendünger, mineralisch-organische Produkte und rein organische Erzeugnisse zu kaufen.

Organische Düngemittel stammen aus der Natur und sind höchstens aufbereitet, um sie für die Anwendung praktischer und angenehmer zu machen. Zu dieser Gruppe gehören Kompost, Kuhmist oder Hühnerdung und alle Arten von Hornspänen beziehungsweise Hornmehl. Organische Düngemittel sind die am langsamsten wirkenden Mittel, da sie erst zersetzt werden müssen, bevor die Nährstoffe im Boden freigesetzt werden.

Mineralischer Dünger, der in diesen drei Gruppen schnellste Dünger, ist künstlich hergestellt oder aber ein im Bergbau gewonnenes Produkt. Hier sind Mineralstoffe in unterschiedlichen Zusammensetzungen zu finden, auch einzelne Minerale zur gezielten Düngung bei bestimmten Voraussetzungen oder Problemen können gekauft werden. Mineralische Dünger werden als Granulat zum Streuen oder als Salz(gemisch)e zum Auflösen für die Weiterverwendung als Flüssigdünger hergestellt. Das wohl bekannteste mineralische Düngemittel ist Blaukorn.

Mineralisch-organischer Dünger ist ein Gemisch aus den beiden genannten Kategorien. Diese werden für einen Rasendünger zum Beispiel so zusammengesetzt, dass eine sofortige Wirkung durch die Mineralstoffe einsetzt, durch die organischen Bestandteile aber auch eine Langzeitwirkung zu erzielen ist.

Wie ist mineralischer Rasendünger zusammengesetzt?

Damit Gräser, aus denen Rasen besteht (und andere Pflanzen) gedeihen können, benötigen sie in der Hauptsache Stickstoff, Kalium, Calzium und Phosphor. Im Periodensystem der Elemente sind die Zeichen für diese Elemente N, K, Ca und P – so sind die enthaltenen Stoffe oft auch in der Liste der Inhaltsstoffe eines Produktes auf der Packung abgekürzt. Weiterhin sind Eisen, Magnesium und Schwefel allgemeine Bestandteile von mineralischem Dünger (chemische Zeichen Fe, Mg und S). Dies sind nur die allerwichtigsten Komponenten, die in ihrer Mengenzusammensetzung und in der Kombination mit anderen, nur in feinsten Dosen enthaltenen Mineralstoffe variieren, je nach Hersteller und Produkt. Spezifische Dünger für bestimmte Pflanzen (vgl. Rhododendrondünger), Blumendünger, Rasendünger: All dies sind verschiedene Produkte mit völlig unterschiedlichen Stoffgemischen. Weiterhin können bestimmte Mangelerscheinungen, zum Beispiel ein Boden mit Magnesiummangel, mit einem Dünger behandelt werden, die nur einen einzigen Mineralstoff – hier eben Magnesium – enthalten. So kann gezielt gegen eine bestimmte Problematik vorgegangen werden.

Wie wirkt mineralischer Rasendünger?

Die Nährstoffe für den Rasen sind im mineralischen Dünger in Form von Salzen gebunden. Diese lösen sich im Boden bei Kontakt mit Wasser auf – bei Regen oder Bewässerung, zum Beispiel durch einen Rasensprenger. Dann stehen die Stoffe den Wurzeln zur Aufnahme zur Verfügung und können schnell verwertet werden. Durch diese Tatsache wirkt mineralischer Rasendünger sehr schnell. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass eine zu trockene Umgebung mit mineralischem Düngemittel nicht viel anfangen kann, da sich die Salze nicht auflösen und damit die Nährstoffe nicht oder zumindest nicht zur gewünschten Zeit aufgenommen werden können.

Vorzüge vom mineralischen Dünger

Der große Pluspunkt von mineralischen Düngestoffen ist deren schnelle Wirkung. Man bringt ihn auf der Fläche aus, bewässert diese und schon setzt die Auflösung der Salzverbindungen ein. Sofort nach dem Kontakt mit Wasser stehen die entsprechenden Stoffe also den Pflanzen in aufnahmebereiter Weise zur Verfügung. Das bringt einen großen Vorteil, wenn akutes Handeln angesagt ist, weil etwa eine Bodenprobe einen Magnesium- oder Stickstoffmangel im Boden ergeben hat und der Rasen auch dementsprechend kümmerlich aussieht. Je nach Art der Mangelerscheinungen wird ein Einzelnährstoff (zum Beispiel Stickstoffdünger) genutzt oder ein Mehrnährstoff Erzeugnis angewandt. Bei richtiger Anwendung und stimmiger Dosierung ist ein schnelles Ergebnis garantiert – über eine Langzeitwirkung entscheidet die sonstige Zusammensetzung des Düngemittels. Fehlen organische Komponenten oder Bestandteile, die sich im Boden länger halten beziehungsweise später freisetzen, erzielt man mit mineralischem Dünger nur schnelle, nicht aber dauerhafte schöne Ergebnisse.

Ein weiterer Vorteil der mineralischen Düngemittel ist deren lange Haltbarkeit hinsichtlich der Aufbewahrung. Sofern er trocken gelagert wird, beeinträchtigt eine auch lange andauernde Lagerzeit den Wirkstoffgehalt des Düngers nicht. Zudem ist er leicht zu besorgen – er kann sogar im Internet direkt nach Hause an die Gartentüre bestellt werden. Außerdem ist seine Anwendung sehr einfach – ein Streuwagen hilft, aber auch mit der Hand gelingt das Ausbringen mit etwas Übung.

Mineralischer Rasendünger hat auch Nachteile

Übertreibt man es mit dem Verteilen von mineralischem Rasendünger, kann man – zum Beispiel in der Annahme, dass eine große Menge Düngemittel auch sehr gut hilft – Schäden am Gewebe der Pflanze anrichten. Der Rasen sieht aus, als wäre er verbrannt; letztendlich entsteht dieser Folgeschaden aber durch die hohe Salzkonzentration, mit denen die Gräser in Kontakt kommen. Ebenso hat eine Überdosierung eine zwar vorübergehende, jedoch gravierende Schädigung des Bodens zur Folge. Ist ein Stück Garten oder Agrarland erst einmal überdüngt, wird es Jahre dauern, bis hier wieder „normale“ Verhältnisse herrschen. Man muss auch bedenken, dass die Salze in das Grundwasser geraten und man damit der Umwelt keinen Gefallen tut. Dies ist vor allem auf landwirtschaftlich genutzten Arealen ein Risikofaktor.

Wo regelmäßig ein rein mineralischer Dünger zur Anwendung kommt, leiden die natürlichen Mikroorganismen im Erdreich erheblich; sie können sogar gänzlich verschwinden, was der Bodenqualität enorm schadet. Zudem wird der Boden über die Maßen ausgelaugt.

Fazit:

Mineralischer Rasendünger kann im Notfall wertvolle Dienste leisten. Jedoch ist eine strikte Befolgung der Anwendungshinweise, vor allem in Bezug auf die richtige Dosierung (Gramm pro Quadratmeter Rasen) unbedingt zu befolgen, um Schäden zu vermeiden. Da eine langanhaltende Wirkung eher ausgeschlossen ist und man mit dem Dünger nur Notfallhilfe leistet, ist mineralischer Dünger nicht die geeignete Bodennahrung für die Basisversorgung der Rasenpflanzen. Für diese Grundversorgung mit Nährstoffen werden mineralisch-organische Rasendünger empfohlen. Sie verbessern auch nachhaltig die Bodenqualität, leisten durch ihre natürlichen Bestandteile einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bodenorganismen und bieten dennoch schnelle Hilfe durch die in Salzform enthaltenen Nährstoffe.

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